Ardorf/Wittmund - Großer Bahnhof am Freitagabend in Ardorf. Nach zwei Jahren Pandemie freuten sich die Mitglieder der sieben Freiwilligen Feuerwehren in der Stadt Wittmund endlich einmal wieder zusammenkommen zu können. Und der Anlass war ein besonderer, denn die Ardorfer Wehr erhielt ihr neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug – kurz HLF.
Investitionsstau abgebaut
Die Kinder und Jugendlichen der Ardorfer Wehr übersetzen HLF aber ganz anders und brachten damit ihre besondere Freude zum Ausdruck. Sie hatten auf ein Plakat geschrieben: „HLF: Hallo liebes Feuerwehrfahrzeug.“ Das entlockte so manchem Aktiven und Kameraden aus der Altersabteilung ein Schmunzeln.
Es war aber nicht nur das Ardorfer Fahrzeug, das nun richtig offiziell in den Dienst gestellt worden ist. Vielmehr hat die Stadt Wittmund in weitere Ausstattung investiert. Und so erhielten Eggelingen ein Mittleres Löschfahrzeug und die Ortswehren Eggelingen, Wittmund und Berdum jeweils ein Mannschaftstransportfahrzeug. Damit hat die Kommune von 2020 bis 2022 710 000 Euro in den Fuhrpark der Ortswehren investiert. „Wir haben uns in den vergangenen Jahren auf den Weg gemacht, den Investitionsstau bei den Feuerwehren abzubauen, das ist uns gelungen“, betonte Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen bei der Übergabe.
Aber damit sei natürlich dann noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, denn er weiß, in diese Pflichtaufgabe der Kommune – die ehrenamtlich geleistet wird – muss weiter investiert werden. Und so werden in den nächsten Jahren weitere Fahrzeuge angeschafft. Zudem werden die Feuerwehrhäuser neu gebaut. „Eggelingen wird diesen Sommer fertig“, berichtete Claußen.
Alarmordnung erneuert
„Wir haben in Abstimmung mit dem Stadtkommando die Alarm- und Ausrückeordnung neu strukturiert, das war eine gute Sache, um zu jeder Zeit und an jedem Ort im Stadtgebiet einsatzfähig zu sein“, erklärte der Amtschef.
„Wir sind wirklich stolz wie Bolle“, sagte Ortsbrandmeister Heiko Onken. Jetzt müssten seine Kameraden sich nicht mehr alle für die Unfallrettung in ein 20 Jahre altes Fahrzeug quetschen. Das neue HLF ist zehn Meter lang und hat 300 PS. Per Navi bekommen die Feuerwehrleute direkt die Einsatzkoordinaten von der Leitstelle übermittelt. „Das sind wirklich bemerkenswerte Investitionen, die die Stadt hier getätigt hat“, lobte Kreisbrandmeister Friedhelm Tannen die Kommune. Es seien gut angelegte Investitionen in die Zukunft. Und so wurde dann das neue Fahrzeug von den Kindern und Jugendlichen auch gleich in Beschlag genommen.
