Neuharlingersiel - Das derzeitige Stromnetz ist nicht für die Zukunft gerüstet. Der Grund: Wallboxen, die das E-Fahrzeug laden, und die stetig steigende Anzahl von Wärmepumpen, die ans Netz angeschlossen werden. Die einzige Möglichkeit, um mehr Leistung über das lokale Stromnetz zur Verfügung zu stellen, sind Maßnahmen zum Netzausbau. Eine solche findet an diesem Mittwoch auch im Neuharlingersieler Ortsteil Hartward statt.
Das plant die EWE
So plant die EWE an dem Tag von 9 bis 16 Uhr die Stromzufuhr zu unterbrechen. Die betroffenen Anwohner sollen darüber bereits am 6. Juli schriftlich in Kenntnis gesetzt worden sein. „Mittels eines Einwurf-Zettels“, wie ein Leser der Redaktion schildert. Dazu der Hinweis, man möge empfindliche elektronische Geräte in dieser Zeit vom Netz nehmen. Der Leser fragt: „Wer kommt eigentlich auf eine derartige Idee, mitten in der touristischen Hauptsaison solche Arbeiten durchzuführen (bei uns sind in dieser Zeit sämtliche FeWo belegt)?“ Homeoffice und Kommunikation sei massiv gestört zu dieser Zeit.
Mehrere Baukolonnen
Der EWE ist der unglückliche Umstand bewusst und spricht von „leider damit verbundenen Einschränkungen während der Maßnahme“. Es werde jedoch versucht, die Unannehmlichkeiten für die Anlieger so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund sind „am 12. Juli gleichzeitig mehrere Baukolonnen im Ortsteil tätig. Auf diese Weise schaffen wir es, die notwendigen Arbeiten innerhalb weniger Stunden zu erledigen.“
Infrastruktur aufbauen
Es ginge bei der Verlegung neuer Kabel jedoch nicht nur um den Stromverbrauch. Auch die Infrastruktur für die künftige Einspeisung von Strom bedarf lauf EWE der Weiterentwicklung. Denn „umgekehrt muss mit dem Zuwachs von Photovoltaikanlagen gleichzeitig auch mehr Leistung als bisher in das Stromnetz integriert werden.“
Sich gegen die Maßnahme wehren in dem Sinne kann man nicht. Nur als betroffene Anwohner schauen, dass man auf die stromlose Zeit am Mittwoch vorbereitet ist.
