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Musik, Hafenstaffel und Feuerwerk Beim Straßenfest in Carolinensiel feiern Einheimische und Touristen im historischen Hafen

Wilko Janßen
Marcus Harazim, Marketingleiter der Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel GmbH, ist Schirmherr des Straßenfestes in Carolinensiel.

Marcus Harazim, Marketingleiter der Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel GmbH, ist Schirmherr des Straßenfestes in Carolinensiel.

Wilko Janßen

Carolinensiel - Wenn der Ortskern zu einer Fußgängerzone wird, dazu viel Musik wie bei einem Stadtfest und mittendrin das herrliche Ambiente des Museumshafens – das ist das Carolinensieler Straßenfest. Ein Highlight für die Einheimischen: Auch sie haben während der Hauptsaison im Sommer mal Zeit, miteinander zu feiern – denn die Bewirtung und die Beschickung der Stände ist fast ausschließlich in kommerzieller Hand. Zudem gibt es ein Wiedersehen mit vielen ehemaligen Carolinensielern, die es zum Straßenfest wieder in ihren Heimatort zieht.

Doch einige Ehrenamtliche mussten auch bei der 51. Auflage des Volksfestklassikers ran, wie zum Beispiel Simon Lübben. In Personalunion ist er unter anderem Ortsvorsteher und Marktmeister des Straßenfestes. Er muss es wissen, wenn er kurz vor der Eröffnung am späten Freitagnachmittag sagt: „Wir haben hier im Hafen und in den angrenzenden Straßen eine qualitative Platzbeschickung fast wie in Zeiten vor der Pandemie.“ Seine Mitstreiter vom Verkehrs- und Gewerbeverein „Cliner Wind“ hätten wahre Kärrnerarbeit geleistet.

„Einer von uns“

Dann kam es zur Übergabe der Schirmherrschaft. Im vergangenen Jahr hatte noch der Carolinensieler Ortsbrandmeister Jens Fremy dieses würdevolle Amt inne, dieses Mal guckte sich das Organisationsteam um Lübben mit Marcus Harazim ebenfalls „einen von uns“ aus. Der 56-jährige Harazim wohnt in Funnix und ist seit 29 Jahren Marketingleiter der Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel GmbH. Er ist kein Typ, der auftritt, sondern leise hereinkommt. Mit einer Mischung aus Ruhe, Freundlichkeit und geballter Fachkompetenz ist er ein entscheidender Erfolgsfaktor des Carolinensieler Fremdenverkehrs. Auf Nachfrage des Moderators Carsten Holzke erzählte er seine Geschichte: „Ich komme gebürtig aus Braunschweig und bin eher zufällig in Carolinensiel gelandet. Eigentlich wollte ich beruflich durch die Welt ziehen – doch wenn man einmal in Carolinensiel war, lässt es einen nicht mehr los.“

Starke Resonanz

Ähnlich müssen es die ganzen Auswärtigen sehen, die schon seit Jahrzehnten in Massen ihren Urlaub in Carolinensiel verbringen. Nicht wenige buchen gezielt für das Wochenende, wenn das Straßenfest stattfindet. Schon der Freitagabend fing mit einer starken Resonanz an, der erstmals am Samstag und Sonntag tagsüber ausgerichtete Kunsthandwerkermarkt in der Neuen Straße war ebenfalls ein Renner. „Es ist gut, wenn so ein Fest auch mal gewisse Änderungen erfährt und sich weiter entwickelt“, stellte dazu der Schirmherr Harazim fest. Früher hat es beim Straßenfest auch schon mal Hubschrauberrundflüge und Bungee-Jumping gegeben. Doch das braucht man heute in Carolinensiel nicht mehr – der Ort und seine Einwohner sind selbst die Attraktion. Zum Beispiel die Ehrenamtlichen, die das Straßenfest unterstützen: Die Dorfgemeinschaft Berdum schenkte Bier aus, bei der Gruppe „VaMos“ um Jochen Schmidt gab es Cocktails und der WSV Harle bot Kuchen an.

Sorgenvolle Blicke bei den Organisatoren nur kurz am frühen Samstagabend, als heftige Regenfälle einsetzten. Doch die Befürchtungen waren unbegründet: Pünktlich zum Beginn von „Hafen in Flammen“ um 22.30 Uhr, einer Feuerwerksshow des Wittmunder Pyrotechnikers Ralf Fremy, war es wieder trocken. Tausende drängelten sich wieder im Hafenbereich und bestaunten die Lichtershow vor dem Hintergrund einer nostalgischen Kulisse. Krönender Abschluss der Veranstaltung war am Sonntagnachmittag die vom TSV „Jahn“ Carolinensiel organisierte Hafenstaffel, ein Triathlon aus Schwimmen, Laufen und Radfahren. Auch hier gab es ein Novum: Mit Marcus Harazim nahm erstmals der Schirmherr persönlich teil - natürlich im Team der Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel GmbH.

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