Langeoog/Bensersiel - Die Schiffahrt der Inselgemeinde Langeoog hat im Betriebsausschuss eine neue Wegeführung rund um das Fährhaus in Bensersiel vorgestellt, mit dem man die Abläufe deutlich verbessern wolle.
Chefkapitän Jens Heyen stellte die neue Wegeführung für den Sommerbetrieb vor, die in dieser Saison zunächst erprobt werden soll. Wenn sie sich bewährt, wolle man über bauliche Maßnahmen wie Überdachungen entscheiden, sagte er. Im neuen Konzept werden die abreisenden Gäste nicht durch das Fährhaus geführt, sondern direkt zur Gepäckausgabe. Diese wird auf eine Freifläche nördlich der bisherigen Standfläche für Container verlegt, sodass es keine Querungen gibt. Für die Erprobung seien nur geringe Investitionen notwendig, sagte Heyen. Im Herbst sollen die Erfahrungen vorgestellt und das weitere Vorgehen abgestimmt werden.
Kur- und Wellnesscenter wird deutlich teurer
Aktuelle Zahlen vom Anbau des neuen Kur- und Wellnesscenters (KWC) an das Erlebnisbad hatte Tourismusmanager Nils Jenssen mitgebracht. Der ursprünglich auf knapp zwei Millionen Euro veranschlagte Bau war nach massiven Kostensteigerungen zunächst stillgelegt worden. Bei Wiederaufnahme wurden die Fertigstellungskosten von Projektmanager Reccius auf zusätzliche 2,6 Millionen Euro geschätzt. Davon wurden inzwischen 1,1 Millionen Euro in Rechnung gestellt und Angebote über 1,7 Millionen beauftragt. Noch nicht in Auftrag gegeben wurden Gewerke, die wahrscheinlich 260.000 Euro kosten werden. Daraus ergibt sich demnach eine Gesamtsumme von wahrscheinlich 5,02 Millionen Euro, das sind zehn Prozent mehr als die bisher veranschlagten Gesamtkosten. Das sei in der Zeit massiver Kostensteigerungen aber im Rahmen, erklärte der Tourismusmanager.
Kritik aus dem Rat
Ratsfrau Bärbel Kraus (Grüne) kritisierte, dass der Ausschuss erst jetzt – nach mehreren Anfragen seit Herbst 2022 – informiert wird. Man müsse in die Lage versetzt werden, das geforderte Kontrollorgan zu sein. Der Landkreis habe deutlich gemacht, dass es keine weiteren Kredite für das Projekt geben wird. Nils Jenssen entgegnete, dass es mehrfach Zahlen gegeben habe, diese seien jetzt aber anders aufbereitet worden. Er bedauerte, dass sich jetzt erst der klare Überblick ergibt, wo man finanziell steht.
Rüdiger Schmidt (Bürgerliste Langeoogers) stellte fest, dass es eigentlich eine Steigerung von 15 Prozent gegenüber den veranschlagten Mehrkosten ist. Fakt sei: Man hat ein Problem. Er regte an, beim Landkreis wegen besonderer Härte nachzuverhandeln. Laut Ralf Heimes von der Verwaltung müsse erst geprüft werden, was im Haushalt möglich ist. Die Energiekosten seien beispielsweise nicht so hoch wie befürchtet. Es zeichne sich zum Beispiel ab, dass die Energiekosten nicht so hoch sind, wie befürchtet.
Austritt aus Gruppe Union für Langeoog/ CDU
Für Überraschung sorgte die Ankündigung von Till Peters und Daniela Peters, dass sie die Gruppe Union für Langeoog / CDU verlassen und eine eigene Gruppe bilden. Es gebe mit ihnen in der Gruppe keine Gespräche. Die weiteren Mitglieder der Gruppe kritisierten, warum man ihnen das im Vorfeld nicht bekannt gemacht hat.
