Wittmund - Der 50. Bürgermarkt ist kaum vorbei, da richtet sich der Blick der Organisatoren schon wieder nach vorne. Am Montagvormittag hieß es im Wittmunder Rathaus Bilanz ziehen. Dabei ging es um die Fragen: Was ist gut gelaufen? Und was kann verbessert werden? „Es war ein sehr, sehr schönes Festwochenende“, fasste es Amke Behrends vom Stadtmarketing zusammen. Alles sei „sehr gut über die Bühne“ gebracht worden – trotz mehrerer Corona-bedingter Ausfälle.
Das Sparkassen-EG-Frühstück: Mit 500 Besuchern haben sie gerechnet, gekommen waren etwa 350. „Es waren weniger als gehofft. Vielleicht hatten viele Sorge, sich zu eng nebeneinander zu setzen“, sagte Frank Fastenau von der Sparkasse LeerWittmund. Zum ersten Mal hatte die Sparkasse die Aktion zusammen mit der EG auf die Beine gestellt. Das habe super geklappt.
Eine gute Nachricht gab es auch vom Ergebnis: Es wurde ein Spendenrekord aufgestellt. 1401,55 Euro sind zusammengekommen. Beim Frühstück im Jahr 2019 waren es noch 1200 Euro. „Das Geld ist schon überwiesen“, berichtete Fastenau. „Aus aktuellem Anlass“ haben sich die Organisatoren kurzfristig für einen anderen guten Zweck entschieden. Die Spenden gingen nicht wie sonst an die Sozialstiftung der Sparkasse, sondern an die Stiftung „Kinder in Not“. „Da wollen wir unseren Beitrag leisten“, unterstrich Fastenau.
Der Seniorennachmittag: „In den letzten Jahren hatten wir ein volles Haus“, erinnet sich Gerd „Thelly“ Thellmann. Dieses Mal seien es weniger Besucher gewesen. „Feller und Feller“ hätten aber gut für Stimmung gesorgt – mit zweineinhalb Stunden Programm.
Die Schausteller: „Alle waren zufrieden“, sagt Marktmeister Kai Menssen über die Schausteller und Beschicker. Viele seien seit Jahren auf dem Bürgermarkt vertreten – und wollten es auch im nächsten Jahr wieder sein. Die Organisatoren wollen sich auch noch mal mit allen Beschickern an einen Tisch setzen und Bilanz ziehen.
Die Bühne am Karl-Bösch-Platz: Zur Jubiläums-Bürgermarkt gab es eine dritte große Bühne: die auf dem Karl-Bösch-Platz. Die Idee dahinter: Die Veranstalter wollten den Charme des Baller-Ina-Festivals auf den Bürgermarkt holen, wie der stellvertretende Marktmeister Hartmut Behrends berichtete. So sei es gelungen, ein breites musikalisches Spektrum abzudecken. Das habe sich der Bürger- und Verkehrsverein einiges kosten lassen. Das war ein „großer Griff in die Kasse“, wie Frank Fastenau erklärte. „Wenn wir im nächsten Jahr wieder die Bühne am Karl-Bösch-Platz bespielen, brauchen wir einen Sponsor“, verdeutlichte Behrends. Beim Publikumszuspruch gebe es „Luft nach oben“.
Die Schirmherren: Zwei Jahre hat sich Bürgermeister Rolf Claußen drauf gefreut: Er sollte der Schirmherr sein. Doch am Donnerstag musste er wegen einer Corona-Infektion absagen. Kurzerhand hat der bisherige Landrat Holger Heymann ein weiteres Jahr drangehängt – bis es am Sonntag auch ihn erwischt hat. „Vielleicht sollten wir beim nächsten Mal Ersatz-Schirmherren haben“, sagte Amke Behrends. Aber „wir hoffen, dass es nächstes Jahr mit Corona entspannter ist.“ Nächstes Jahr, das wäre vom 14. bis 16. Juli 2023.
