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Ehrenamt In Burmönken wird der Gemeinschaftssinn gelebt

Karl-Heinz de Wall

Burmönken - Zweifellos ist es so, dass unsere Gesellschaft ohne die ehrenamtlich tätigen Menschen um vieles ärmer wäre oder vielleicht sogar in einigen Bereichen gar nicht mehr rund laufen würde. Die Zahl dieser Akteure ist besonders im ländlichen Bereich sehr groß. Manche von ihnen mögen damit auch ihre politischen Ambitionen stützen wollen, aber bei den meisten steht sicherlich das Motiv im Vordergrund, ihr Wissen und Können uneigennützig für die Dorfgemeinschaft einzusetzen und dafür mehr einen Teil ihrer Freizeit zu opfern.

Anlage ist ein echter Blickfang

Ein gutes Beispiel dafür sind Elise Eilers (85 Jahre) und Adolf Eilers (84 Jahre), die sich nun seit fast vier Jahrzehnten um die 1985 geschaffene Gedenkanlage mit dem sogenannten Johanniterstein in Burmönken kümmern. Auf den ersten Blick schon ist zu erkennen, dass die Anlage bestens gepflegt und damit zu einem kleinen Blickfang geworden ist.

Gern erinnern sich die Burmönker an den großen Tag eines kleinen Dorfes, als am 15. September 1985 an die 666. Wiederkehr der ersten urkundlichen Erwähnung der Johanniterniederlassung erinnert wurde. Viele hundert Menschen strömten ins Dorf, um dabei zu sein, als der Gedenkstein, für den die Familie Gerdes das Grundstück zur Verfügung stellte, eingeweiht werden konnte. Etliche Gruppen und andere Akteure beteiligten sich an dem Festprogramm und gefeiert wurde natürlich auch. Das Dorf zeigte bei den Vorbereitungen und der Durchführung einen überaus starken Gemeinsinn und schuf mit dem Johanniterstein etwas Nachhaltiges, das Generationen überdauern wird.

Gut für das Bewusstsein des Dorfes

Immer wieder wurden die Erinnerungen an diesen strahlenden Spätsommersonntag ausgetauscht, der zu einem Eckpunkt in der Dorfgeschichte geworden ist. So war es selbstverständlich, dass auch die 700. Wiederkehr im September 2019 gebührend gefeiert wurde. Eine neue, junge Generation hatte nun die Sache in die Hand genommen, und wieder war es ein Erfolg mit vielen hundert Besuchern. Trotz aller Alltagslast ist hier etwas Besonderes geleistet worden, das sicherlich gut für das Selbstbewusstsein des kleinen Dorfes ist.

Willkommener Punkt für Radfahrer

Übrigens, die 2019 aufgestellte Gedenktafel mit Daten zur Historie von Burmönken war einige Wochen lang nicht mehr an ihrem Platz. Sie war durch Beschädigungen unbrauchbar geworden, aber Simon Eilts mit seinem Team ist es gelungen, eine neue Tafel zu beschaffen und dieser Tage aufzustellen. So können sich die vielen Radler, die durch Burmönken fahren, wieder gut informieren und Elise und Adolf Eilers werden schon ein Auge darauf halten, dass es keinen Schaden an der Gedenkanlage gibt, die ihnen sicherlich schon lange ans Herz gewachsen ist.

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