Wittmund - Der auf die Omikron-Variante angepasste Impfstoff von Biontech und Pfizereit ist seit kurzer Zeit auf dem Markt. Auch im Landkreis Wittmund kann man sich mit dem angepassten Impfstoff immunisieren lassen. „Zwischen 20 und 30 Impfungen werden täglich in der Wittmunder Impfstation durchgeführt. So ist die Nachfrage derzeit eher verhalten“, berichtet Wittmunds Kreissprecher Ralf Klöker.
Pandemiemüdigkeit
Dieselbe Beobachtung macht auch Kreisärzteschaftvorsitzender Dr. Wolfram Nagel. Als eine mögliche Erklärung sieht er zum einen, dass viele Bürger bereits grundimmunisiert sind. „Sicher gibt es auch eine Pandemiemüdigkeit. Omikron ist derzeit nicht so bedrohlich – und das wird auch so wahrgenommen“, erklärt der Mediziner. In der Impfstation in Wittmund seien mehr als 200 Dosen des angepassten Impfstoffes verfügbar. „Diese Impfstoffe sind bivalent, das heißt, sie sind gegen zwei unterschiedliche Virusstämme gerichtet: gegen das ursprüngliche Virus sowie gegen die BA.1 Variante des Coronavirus“, schreibt das Bundesgesundheitsministerium über das Vakzin auf seiner Website. Vor Kurzem wurde nun aber ein weiterer, an die Omikron-Variante angepasster Impfstoff zugelassen und soll schon zeitnah ausgeliefert werden. Auf den BA.4/BA.5-Impfstoff müsse aber niemand warten. Nagel erklärt: „Der BA.1/2 kann verimpft werden, da der Zuwachs an spezieller Wirkung zu BA.4/5 nur gering ist. Von Delta zu Omikron-BA.1/2 hat sich das Virus an circa 40 Stellen verändert, von BA.1/2 zu BA.4/5 kommen nur noch vier oder fünf Änderungen hinzu.“
Angebot wahrnehmen
Auch der Landkreis Wittmund die Mitarbeiter der Impfstation appellieren an die Bevölkerung, das Impfangebot wahrzunehmen. Die ständige Impfkommission empfiehlt die vierte Impfung bislang für Personen ab dem Alter von 60 Jahren, Menschen ab dem Alter von zwölf mit erhöhtem Risiko für schwere Verläufe, Personal von medizinischen Einrichtungen und Bewohnern und Personal von Pflegeeinrichtungen. Weitere Informationen und Termine gibt es auf der Website des Landkreises:
