Wittmund - Im Hinblick auf bundesweit steigende Corona-Zahlen bereitet sich auch das Krankenhaus Wittmund auf mehr Patienten vor. „Ja, wir schauen, dass wir immer Betten auf der Intensiv- und der Isolierstation frei halten für Patienten, die mit einem schweren Verlauf ins Krankenhaus müssen“, sagt der Geschäftsführer des Krankenhauses, Ralf Benninghoff. Dennoch betont er, dass solche Situationen oft nie richtig planbar sind. „Wenn man es genau nimmt, bereiten wir uns seit zweieinhalb Jahren auf solche Extremsituationen vor und versuchen, allen Patienten eine adäquate medizinische Versorgung zu gewährleisten.“
Ziel: Wenig Ansteckungen bei Personal
Dafür seien jedoch nicht unbedingt die vorhandenen Betten entscheidend, sondern eher die Anzahl des medizinischen Personals: „Unsere große Herausforderung ist, dass nicht so viel Personal ausfällt wie bei der Durchseuchung im Sommer.“ Damit so wenig Ansteckungen des Personals stattfinden, gilt für die Mitarbeiter immer noch das permanente Tragen einer Maske, mindestens zwei Tests pro Woche und Impfangebote. Aber auch hier könne man nicht garantieren, dass die Situation in den kommenden Wochen nicht eng wird. Denn generell stecken sich viele Menschen im privaten Raum mit Corona an.
Dass Vorsicht immer noch angebracht ist, wenn es um die Infizierung mit dem Virus geht, zeigen die neusten Zahlen in Wittmund. „In den vergangenen Wochen hatten wir immer im Schnitt fünf oder sechs Patienten auf den Stationen. In der vergangenen Woche waren es zwölf“, so Benninghoff. Mittlerweile habe sich die Situation wieder beruhigt, Stand Freitag sind im Krankenhaus in Wittmund neun Patienten in stationärer Behandlung – alle auf der Isolier - keiner auf der Intensivstation.
So ist die Situation in Aurich
Ähnlich sieht es auch in den Kliniken in Aurich, Emden und Norden aus. Auch hier liegt derzeit kein Patient auf der Intensivstation. Jedoch sei auch hier ein Anstieg der Coronapatienten zu verzeichnen. Wie die Trägergesellschaft mitteilt, befinden sich 45 Covid-19-Patienten in Behandlung, durchschnittlich waren es in den vergangenen Wochen 32. Jedoch seien viele nicht wegen, sondern nur mit ihrer Viruserkrankung ins Krankenhaus eingeliefert.
