Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Kommentar Die Inselgemeinde Langeoog ist gespalten

Langeoog - Bürgermeisterin Heike Horn hat trotz ihres verbotenen Mitwirkens den Zuschlag für eine Dienstwohnung bekommen. Selbst wenn der Beschluss rechtens sein sollte, hat sie ein Problem. Die Geschehnisse des Verwaltungsausschusses im Dezember wabern als offenes Gerücht in der Bevölkerung umher und spalten die Inselgemeinde. Die einen sind der Meinung, dass man Horn diese Wohnung gönnen sollte und der Beschluss trotz ihrer Mitwirkung rechtens ist. Sie vermuten Missgunst und Neid.

Politische Willkür

Die anderen haben das Gefühl der politischen Willkür, der Machtlosigkeit. Wenn die Kommunalaufsicht das Ergebnis so stehen lässt, wird das bei dieser Gruppe auf Unverständnis stoßen – und das zu recht. Auch wenn die Entscheidung von Dezember aufgehoben wird und Horn die Wohnung nicht erhält, bleibt ihr Handeln moralisch verwerflich. Dass gewählte Vertreter ihr Amt nutzen, um sich als Privatperson einen Vorteil zu verschaffen, mag in diesem Falle vielleicht rechtens sein, damit ist es jedoch lange noch nicht richtig. Dass Heike Horn ihr Mitwirkungsverbot bewusst war und sie sich deswegen beim Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz absicherte, macht die Sache nur noch schlimmer.

Egal, welche Seite die Bürger vertreten, sie müssen sich unter diesen Voraussetzungen ernsthaft fragen: Wessen Interessen werden hier vertreten – die der Gemeinde oder die der Bürgermeisterin?

Lesen Sie auch: Was über den Fall mit der Dienstwohnung auf Langeoog bisher bekannt ist

Pia Miranda
Pia Miranda Redaktion Wittmund
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Hoffen auf reges Interesse für die Schmetterlingswochen: Landschaftsökologe Felix Närmann (l.) und Thorsten Kuchta von der Geschäftsstelle Masterplan Ems 2050.

SCHMETTERLINGSWOCHEN IN MOORMERLAND Forschungen förderten eine große Vielfalt an Faltern zutage

Axel Pries
Moormerland
Fordert Verbesserungen für die Opfer des SED-Regimes: Evelyn Zupke (62), frühere Bürgerrechtlerin und SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag

STREIT UM ANGEKÜNDIGTE VERBESSERUNGEN Warum SED-Opfer der Bundesregierung „Wortbruch“ vorwerfen

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Der Klosterpark Oestringfelde ist sozusagen die „grüne Lunge“ von Schortens und beliebtes Ausflugsziel. Dort stehen unter anderem mehrere alte Eiben.

FÖRDERMITTEL FÜR KLOSTERPARK Juwel der Stadt Schortens soll mit 1,387 Millionen Euro weiterentwickelt werden

Jeversches Wochenblatt
Schortens
„Darüber müssen wir nochmal reden“
Pro-palästinensische Proteste vor der US-Botschaft in Jakarta (Indonesien): Im Hintergrund ist das KI-generierte Bild „all eyes on Rafah“ zu sehen. Dieses geht zurzeit in den „sozialen Medien“ viral.

KOLUMNE ZU „ALL EYES ON RAFAH“-KI-BILD Erst recherchieren, dann teilen

Luise Charlotte Bauer
Der ehemalige Geschäftsführer des Klinikums Wilhelmshaven, Reinhold Keil.

PROZESS GEGEN WILHELMSHAVENS EX-KLINIKUMS-GESCHÄFTSFÜHRER Fehlende Qualifikation bei Bewerbung nicht überprüft

Lutz Rector
Wilhelmshaven