Wittmund - Was sich bewährt hat, das sollte man nicht allzu sehr ändern, da sind sich die Mitglieder der Werbegemeinschaft ProWittmund einig. Beim 35. Drehorgelfest und dem Letztmarkt setzen sie auf Tradition. „Es ist das 25. Kirchenkonzert und das 35. Drehorgelfest, da kann man mittlerweile schon von einer Tradition sprechen“, findet der ProWittmund Vorsitzende Rainer Poppen.
Los geht das Fest am Freitag, 27. Oktober, um 18 Uhr mit dem 4. Fackel- und Laternenumzug. „Wir haben etwa 300 Fackeln, aber die Kinder können auch mit ihren selbst gebastelten Laternen dazu kommen“, sagt Marktmeister Gerold Friedrichs. Begleitet wird der Umzug von der Freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehr. Außerdem gibt es Unterstützung vom Jurij Ils und seinem Jugendwerk, der mit einigen Sanitätern dabei ist. „Der Umzug bietet eine wirklich schöne Atmosphäre“, sagt Gritje Peters von ProWittmund.
Gemeinschaft im Vordergrund
Am Samstag werden dann die Drehorgelspieler aus ganz Deutschland empfangen. „Da kommen welche aus Berlin, Nordrhein-Westfalen, Leipzig und dem tiefsten Bayern“, erklärt Poppen. Für die Spieler sei das etwas ganz Besonderes, es gebe nicht viele Möglichkeiten so gesellig zusammenzukommen und zu „fachsimpeln“, finde Heinz-Wilhelms Schnieders, der selbst mit seiner Drehorgel dabei ist. Die Gemeinschaft und das Miteinander sollen hier im Fokus stehen.
Das Kirchenkonzert um 18 Uhr wird wie im Vorjahr von Carsten Holzke und Gritje Peters moderiert. Dabei sollen vor allem die Drehorgelspieler im Fokus stehen und in kleinen Interviews zwischen der Musik vorgestellt werden. „Die Musiker konnten sich wünschen, welche Lieder sie spielen möchten. So ist ein vielfältiges Programm entstanden“, findet Peters. Der Eintritt zum Konzert ist frei, es gibt jedoch die Möglichkeit zur Spende.
Am Sonntag wird dann wieder der ganze Pudding zum Konzertsaal, wenn die 40 Drehorgelspieler sich in der Wittmunder Innenstadt verteilen. Getroffen wird sich diesmal gemeinsam auf dem Kirchplatz. Dann startet die „Drehorgelparade“, wenn alle sich einen Platz zum Spielen suchen. Und dabei werden keineswegs nur ältere Lieder gespielt. „Ich habe auch Komet von Udo Lindenberg und Apache 207 und Flowers von Miley Cyrus im Repertoire“, sagt Heinz-Wilhelm Schnieders.
Aktuelle Musik
Ihm und auch den Mitgliedern von ProWittmund ist es wichtig zu betonen, dass die Drehorgel nicht nur etwas für ältere Menschen ist. „Sie ist ein zeitgenössisches Instrument, das seit jeher dafür da war, den Menschen die aktuelle Musik näherzubringen“, erklärt Schnieders.
Als Rahmenprogramm gibt es wie in jedem Jahr eine kleine Kirmes in der Innenstadt. Ein Kinderkarussell ist alle drei Tage vor Ort und auch sämtliche Schausteller mit kulinarischem sind vor Ort, freut sich der Marktmeister.
