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Thema in der Ratssitzung Kommen weitere Windkraftanlagen? – Blombergs Bürgermeister gibt Entwarnung

In der Gemeinde Dornum könnte eine neue Windkraftanlage dazukommen.

In der Gemeinde Dornum könnte eine neue Windkraftanlage dazukommen.

Archiv/Symbolbild

Blomberg - Wie auch andere Gemeinden in Holtriem, konnte Blomberg nun seinen Jahresabschluss für 2018 verabschieden – das Rechnungsprüfungsamt gab kürzlich grünes Licht. Der Gemeinderat stimmte daher in seiner Sitzung am Donnerstag zu. Demnach liegt die Bilanzsumme bei 6,255 Millionen Euro, der Überschuss beträgt etwa 186.000 Euro, erklärt der Bürgermeister Werner Ihnken auf Nachfrage: „Der Überschuss kommt überwiegend durch die höheren Steuereinnahmen zustande.“ In dem Zusammenhang wurde Ihnken auch Entlastung erteilt.

Abgesackte Straße kommt neu

Mit Blick auf bevorstehende Projekte, nennt der Bürgermeister die Teilsanierung der Voßbergstraße – der Rat stimmte dieser zu. Hier handelt es sich um einen überwiegend durch Landwirte genutzten Weg, der im Moorgebiet liegt. Durch die schweren Maschinen und die Beschaffenheit sei der Weg abgesackt, erklärt Ihnken: „Da sind nun Bodenwellen drinnen. Wir werden den Weg daher auf 150 Metern sanieren. Wir werden den Abschnitt pflastern – momentan ist er noch betoniert.“ Man erhoffe sich dadurch, dass man die Straße so einfacher wieder sanieren kann, wenn die Fläche erneut absackt. „Das ist eben Moor. Das wird darauf hinauslaufen, dass es irgendwann wieder saniert werden muss – vielleicht in zehn Jahren, das wird man sehen.“

Nach ersten Schätzungen wird diese Maßnahme etwa 62.000 Euro kosten. Ihnken vermutet, dass die Umsetzung etwa zwei bis drei Wochen dauern wird – für Anlieger kann es dann Verkehrsbehinderungen geben. Wann es damit los geht, stehe noch nicht fest.

Wie geht es mit Baugebiet weiter?

Was ebenfalls noch nicht feststeht, ist, wann es beim neuen Baugebiet weitergeht. „Viele fragen schon, wann sie denn etwas erwerben können. Die Unterlagen liegen noch beim Landkreis und wir warten auf die Rechtswirksamkeit. Dann wird ausgeschrieben.“ Eigentlich sollte das diesen Herbst geschehen. „Das werden wir aber vermutlich nicht mehr schaffen“, erklärt Ihnken. In Sachen Baugebiet gibt es aber auch erfreuliche Nachrichten – der Rat stimmte nämlich der Schaffung der entsprechenden Kompensationsfläche zu. Auf 175 Metern wird neben dem Regenrückhaltebecken im Erlenweg nun eine Wallhecke mit regionaler Bepflanzung entstehen. Die Kosten: etwa 4700 Euro. „Wir haben da extra mehr angelegt, damit wir für zukünftige Projekte etwas gut haben.“

Ihnken weist darauf hin, dass sich auch im Bereich Windenergie etwas tut. Es könnte eine neue Windkraftanlage im Südmoor hinzukommen. Im Flächennutzungsplan der Samtgemeinde Holtriem wurde festgehalten, dass keine neuen Flächen für Windenergie zur Verfügung gestellt werden sollen. „Diese Fläche ist aber nicht neu, die war im alten Flächennutzungsplan festgehalten.“ Die Umsetzung scheiterte seinerzeit an der Bundeswehr, erklärt Ihnken: „Die wurde damals nicht gebaut, weil die Bundeswehr wegen der Radarstrahlen Beschwerde eingelegt hatte. Die haben aber nun neue Technik und daher geht es nun doch.“

Zurückgestellt wurde hingegen die Einführung einer Ortsapp. In dieser sollen beispielsweise Veranstaltungen, Mitteilungen, Vereinshinweise oder Feuerwehreinsätze geteilt werden können. „Die Digitalisierung ist die Zukunft – auch für unsere Gemeinde“, merkt Ihnken an. Allerdings: „Wir wollen dennoch erstmal abwarten, schauen wie es andere machen und uns weitere Informationen dazu holen.“ Abgeneigt sei man nicht.

Abschließen erklärt Ihnken, dass sich Anwohner bezüglich des bevorstehenden Strauchschnitts noch bei ihm melden sollen. „Ich gebe das dann an den Bauhof weiter – das sollte aber bestenfalls bald passieren.“

Larissa Siebolds
Larissa Siebolds Redaktion Wittmund
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