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Jugendhilfe zieht um Neue Räume für Kinder und Jugendliche in Friedeburg – 2,5 Millionen Euro investiert

Wolfgang Kaul
Während der Besichtigung der neuen Räume ging es auch in die Trainingswohnung in Friedeburg. Von links: Ortsvorsteher Hans-Hermann Lohfeld, Bürgermeister Helfried Goetz, Fachbereichsleiter Niels Janssen und Einrichtungsleiter Simon Schmidt.

Während der Besichtigung der neuen Räume ging es auch in die Trainingswohnung in Friedeburg. Von links: Ortsvorsteher Hans-Hermann Lohfeld, Bürgermeister Helfried Goetz, Fachbereichsleiter Niels Janssen und Einrichtungsleiter Simon Schmidt.

Wolfgang Kaul

Friedeburg - Nach fünf Jahren Planungs- und Bauzeit ist die neue Wohnanlage der Meracon gGmbH jetzt fertiggestellt worden. „In den nächsten Tagen werden unsere Kinder und Jugendlichen von der Wieseder Straße in dieses neue Gebäude an der Friedeburger Hauptstraße umziehen, erklärte Simon Schmidt von der Hausleitung des Hauses.

Bürgermeister Helfried Goetz zeigte sich wie die Besucher begeistert von dem neuen Haus und seinen Möglichkeiten. „Seit 15 Jahren ist diese Wohneinrichtung bereits in Friedeburg beheimatet und hat jetzt hier ihr erstes eigenes Haus gebaut“, so der Bürgermeister. Eine Investition von inzwischen 2,5 Millionen, die zehn Kindern und Jugendlichen ein neues Zuhause bietet.

Familienähnlicher Verbund

Wer wird hier jedoch betreut, bzw. in ein Leben bis zu Volljährigkeit begleitet? „Wir haben bei uns Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 18 Jahren“, erläutert Simon Schmidt die Altersstruktur. Es handelt sich sowohl vom Alter als auch vom Geschlecht her um eine gemischte Gruppe. Aufgrund der Langfristigkeit der Maßnahmen ist in Friedeburg eine relativ konstante Gruppe vorhanden. Ein familienähnlicher Verbund sichert den Zusammenhalt, um einen Alltag zu gestalten, der lebenspraktische Fertigkeiten vermittelt, sagt Schmidt.

Während der gesamten Zeit soll nach Möglichkeit der Elternkontakt aufrechterhalten werden. Mit halbjährlichen Hilfeplangesprächen unter Einbindung der Jugendlichen, nach Möglichkeit mit den Eltern, dem Jugendamt und auch der Schule, ist ein geregeltes Leben mit Ziel der Rückführung in die Familie angestrebt.

Übergang in die Selbstständigkeit

In dem Neubau gibt es neben Aufenthaltsräumen, Unterkünften und Dienst- sowie Sozialräumen auch eine Trainingswohnung. Das Ziel – ein Übergang von der Jugendhilfe in die Selbstständigkeit – soll damit erreicht werden. Es geht darum, Struktur zu üben, den eigenen kleinen Haushalt zu führen, einkaufen zu gehen, die Wohnung sauber zu halten. Jugendliche können so den Weg in die Selbstständigkeit unter Aufsicht finden.

Ein Team von zehn Mitarbeitern, davon neben dem Leiter sieben pädagogische Fachkräfte, wird sich in der neuen Einrichtung um die Kinder und Jugendlichen kümmern. Ein helles und freundliches Zuhause steht an der Friedeburger Hauptstraße jetzt für eine gute Jugendarbeit zur Verfügung. „Wir haben mehr Anfragen von Jugendämtern, als wir aufnehmen können. Wir achten aber vor allem darauf, dass jede Neuaufnahme auf die eigene Dynamik in unserer Gruppe abgestimmt ist“, erklärt Schmidt den weiteren Weg.

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