Stedesdorf/Neuharlingersiel/Holtriem/Dornum - Spekulatius, Zimtsterne und Vanillekipferl: In vielen Supermärkten ist die Weihnachtsstimmung schon eingezogen. Doch wie sieht es mit den Lichterketten und beleuchteten Sternen aus, die für gewöhnlich die Städte und Gemeinden schmücken? Muss aufgrund von Energiesparmaßnahmen auf den Weihnachtszauber verzichtet werden?
Ja! In Wittmund leuchtet es
In der Stadt Wittmund auf jeden Fall nicht, bestätigt Bürgermeister Rolf Claußen. „Es wird wie gewohnt eine Weihnachtsbeleuchtung geben. Für viele Menschen ist die Beleuchtung etwas Emotionales, das wollen wir ihnen nicht nehmen“, erklärt der Bürgermeister. Ein großer Vorteil sei da, dass die beleuchteten Sterne der Stadt und auch viele Beleuchtungen der Ortsgemeinschaften in den vergangenen Jahren auf LED umgestellt wurden. „Besprochen werden muss allerdings noch zu welchen Zeiten die Beleuchtung eingeschaltet wird“, sagt Claußen. Wie in vielen anderen Gemeinden in Deutschland soll die Periode verkürzt werden, um Energie zu sparen.
Lichter auch in Carolinensiel
Auf den Weihnachtsbaum in Carolinensiel können Einheimische und Gäste sich in diesem Jahr auch freuen. „Wir stellen den Baum wie gewohnt auf. Momentan planen wir ihn von 17 bis 22 Uhr zu beleuchten, aber da müssen wir noch schauen, welche Auflagen kommen“, erklärt Jochen Schmidt, Sprecher der Weihnachtsbaumgemeinschaft Carolinensiel. Auch hier habe man die zwölf Lichterketten schon vor einigen Jahren auf LEDs umgerüstet die nur 0,5 Watt verbrauchen. Ähnlich sieht es in der Stadt Esens aus. „Seit 2021 wird ausschließlich LED-Technik eingesetzt“, schreibt Stadtdirektor Harald Hinrichs in einer Mitteilung. Auch hier wolle man den Zeitraum der Beleuchtung von Dämmerung bis etwa 22 Uhr einschränken. „Dieser Zeitpunkt passt dann auch zu den Vorgaben der Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung für Gewerbetreibende“, erklärt Hinrichs.
So weihnachtet es in Wiesmoor
Auch in der Stadt Wiesmoor wird es eine Weihnachtsbeleuchtung geben, die komplett auf LED umgerüstet ist. Sie wird an den Straßenlaternen entlang der Hauptstraße befestigt. Dabei werden die Lampen der Laternen ausgestellt, wenn die weihnachtliche Beleuchtung gegen 16.30 Uhr angeht, wie die Stadt schriftlich mitteilt. Die Beleuchtung endet um 23 Uhr. Zudem soll vor dem Rathaus der Weihnachtsbaum mit einer LED-Lichterkette zwischen 16 und 22 Uhr beleuchtet werden. Auf weitere, auch zusätzliche Beleuchtungen wird verzichtet, so die Kommune.
Oh, seliges Stedesdorf?
Torsten Becker, Bürgermeister der Gemeinde Stedesdorf, weist darauf hin, dass im vergangenen Jahr die gesamte Straßenbeleuchtung der Gemeinde auf LED-Technologie umgestellt wurde. „Dadurch wird eine erhebliche Energieeinsparung erzielt“, schreibt auf Nachfrage. In der jüngsten Ratssitzung der Gemeinde Stedesdorf sei zudem beschlossen worden, die Beleuchtungszeit um eine Stunde zu verkürzen. Somit wird sie schon um 22 Uhr abgeschaltet und nicht, wie bisher, um 23 Uhr. „Die Weihnachtsbeleuchtung, sprich Weihnachtssterne an den Straßenleuchten, werden von Freiwilligen, in den meisten Fällen von Nachbarschaften, unterhalten und aufgehangen. Auch diese sind mittlerweile auf energiesparende Leuchten umgestellt. Ansonsten ist in der Gemeinde keine öffentliche Beleuchtung vorhanden“, schreibt Becker weiter.
Erneuerung in Neuharlingersiel
Keine Weihnachtsbeleuchtung wird es im Nordseeheilbad Neuharlingersiel geben. „Die Straßenbeleuchtung entlang der Ortsdurchfahrt wird derzeit erneuert. Bereits im vergangenen Jahr wurde und auch in diesem Jahr wird daher keine Weihnachtsbeleuchtung an der Straßenbeleuchtung installiert“, teilt Bürgermeister Jürgen Peters mit. Die bisherige Weihnachtsbeleuchtung mit Sternen solle ohnehin ausgetauscht werden. „Vorgesehen ist für die Adventszeit, wenige im letzten Jahr bereitgestellte Bodensterne mit LED-Lichtschläuchen etwas weiter auseinander zu ziehen. So soll dann wenigstens ein wenig Weihnachtsstimmung aufkommen“, heißt es.
Holtriem schaltet von Straßen- auf Weihnachtsbeleuchtung
Die Samtgemeinde Holtriem hat noch keine konkreten Maßnahmen beschlossen, wie es beim Thema Weihnachtsbeleuchtung weitergehen soll. „Die Gemeinden haben das Thema erst in den kommenden Wochen bei ihren jeweiligen Gemeinderatssitzungen auf der Agenda“, sagt Samtgemeindebürgermeister Jochen Ahrends. In der Samtgemeinde wurden die Straßenlaternen vor sechs Jahren auf LED umgestellt. Deswegen habe die Weihnachtsbeleuchtung keine „signifikante Erhöhung des Stromverbrauchs“ zur Folge.„In aller Regel leuchtet dann dort die Weihnachtsbeleuchtung anstatt der Straßenlaterne.“ Die Beleuchtungsdauer könnte sich dennoch ändern. „Die Mitgliedsgemeinden haben sich erst kürzlich auf eine einheitliche, verkürzte Einschaltung der Straßenbeleuchtung verständigt“, sagt Ahrends. Genaue Zeiten könne er nicht nennen.
In Dornum steht Sicherheit an erster Stelle
Um das Energiesparen ging es auch im Gemeinderat Dornum. Die Straßenbeleuchtung wird zwischen 15. Mai und 31. August abgeschaltet – außer an Stellen, wo es für die Verkehrssicherheit erforderlich ist. Die restliche Zeit soll die Beleuchtung so programmiert werden, dass sie sich erst 30 Minuten nach Sonnenuntergang einschaltet und ab 22 Uhr ausschaltet. Die Weihnachtssterne sollen wie gehabt in den Ortsteilen aufgehängt werden.
