Esens - Bei der Erschließung des Baugebiets „Armenland“ geht es Stück für Stück weiter voran. Am Dienstagabend diskutierte der Bauausschuss der Stadt Esens über die Entwicklung des Baugebietes westlich der Bensersieler Straße. Im Fokus der Diskussion stand vor allem die Zufahrt zu den neuen Grundstücken. Mögliche Varianten sind zum einen eine Linksabbiegespur, zum anderen ein Kreisverkehr. Fast alle Mitglieder sprachen sich für letztere Lösung aus. Bei einer einfachen Abbiegespur befürchteten manche Ausschussmitglieder ein zu hohes Verkehrsaufkommen während der Stoßzeiten morgens und nachmittags.
Lärm durch nahen Sportplatz ist kein Problem
Auch der Bebauungsplan wurde an diesem Abend genauer unter die Lupe genommen. Rund 60 Einfamilienhäuser erschienen den Ausschussmitgliedern als zu viel, sie schlugen mehr Möglichkeiten für Doppelhäuser vor. „Gerade älteren Paaren, die sich eventuell verkleinern wollen, sollte dort die Möglichkeit geboten werden“, warf Dave Münster von der Esenser Bürgerinitiative (EBI) ein. Abschließend ging es noch einmal um die mögliche Lärmbelästigung durch den Sportplatz „Hohekamp“. Eine schalltechnische Immissionsprognose, die von der Stadt Esens in Auftrag gegeben war, ergab aber, dass nicht mit einer außergewöhnlichen Lärmbelästigung zu rechnen ist. Stadtdirektor Harald Hinrichs nahm „die Stimmung, in welche Richtung es gehen soll“ zur Kenntnis. Die Fraktionen wollen das Thema noch einmal besprechen. Außerdem will die Verwaltung bis zum Verwaltungsausschuss am 7. März eine Beschlussvorlage formulieren.
Einigkeit bei der Bahnhofstraße
In der Bahnhofstraße in Esens sind die Pläne schon etwas konkreter. Hier sollen 14 neue Wohnungen entstehen. Die Wohnungen sollen barrierefrei und nach neusten Energiestandards ausgestattet sein. Sieben der Wohnungen werden voraussichtlich als Mietwohnungen angeboten, die anderen sieben als Eigentum. Obwohl es von Seiten der Grünen zunächst einige Bedenken über die Wuchtigkeit des Gebäudes gab, waren die Ausschussmitglieder sich letztendlich doch einig. Sie entschieden sich einstimmig dafür, das Vorhaben dem Verwaltungsausschuss zu empfehlen.
Spielplatz wird abgebaut
Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Änderung des Bebauungsplanes der Fläche „Unteres Jüchen“ nördlich der Neuharlingersieler Straße. Die Stadt Esens beabsichtigt, dort den wenig genutzten Spielplatz abzubauen und stattdessen Wohnbebauung zu ermöglichen. Eine Spielmöglichkeit für Kinder gebe es nicht weit entfernt, die ohnehin mehr genutzt werde. Die Vermutung, dass unter der Fläche archäologische Bodenfunde zu finden seien, wurde von der Ostfriesischen Landschaft nicht bestätig. Somit befinde sich das Vorhaben jetzt auf der Zielgeraden, teilte Hinrichs mit.
Auch die Anbindung der entstehenden Sporthalle auf dem jetzigen Sportplatz des Niedersächsischen Internatsgymnasiums (NIGE) stand zur Debatte. Die neue Halle wird von Land Niedersachsen gebaut. Im Bereich der jetzigen Sporthalle soll eine Buswendeschleife entstehen. Dafür möchte die Stadt eine Anbindung an die Dornumer Straße errichten. Einige Ausschussmitglieder befürchten, dass durch solch eine Anbindung der Autoverkehr gefördert würde. In der Abstimmung sprachen sich vier Ausschussmitglieder für den Vorschlag aus, es gab eine Gegenstimme und zwei Enthaltungen.
