Esens - Ponyreiten, Seifenblasen pusten und Dekoration basteln – rund um die katholische St.-Willehad-Kirche in Esens wurde am Samstag und Sonntag wieder die jährliche Groschenkirmes veranstaltet – in diesem Jahr zum 50. Mal.
Nach zweijähriger Pause durch die Corona-Pandemie waren nicht nur die Organisatoren rund um Brigitte Hesse froh, dass die Kirmes endlich wieder stattfinden konnte, sondern auch die Besucher, wie Thomas Peters vom Organisationsteam bestätigt: „Das Zusammenkommen hat den Menschen gefehlt – das spüren wir. Einige Besucher sehen sich nur ein Mal im Jahr, nämlich hier auf der Groschenkirmes.“ Und so waren am Sonntag zwischen 500 bis 700 Besucher auf dem Kirchengrundstück, schätzt Peters.
Einnahmen werden gespendet
Bei der Veranstaltung steht neben dem Austausch und dem Zusammenkommen auch der soziale Aspekt im Vordergrund. Die Einnahmen gehen nämlich an soziale Projekte auf der ganzen Welt, sagt Thomas Peters.
In den vergangenen Jahren seien bei jeder Kirmes jeweils 12 000 bis 13 000 Euro zusammengekommen, die im Anschluss gespendet wurden. In diesem Jahr gehe das Geld unter anderem nach Kenia, um dort fünf Schülern und Schülerinnen den Besuch an einer Schule zu finanzieren.
Ein Teil des Geldes gehe aber auch wieder nach Brasilien, um dort verschiedene Projekte zu fördern, berichtete er. Die Schirmherrschaft wurde in diesem Jahr daher auch von Anja Renken-Abken, Schulleiterin des Nige in Esens, an den Österreicher Martin Meyer übergeben. Er lebt in Brasilien und engagiert sich vor Ort als Diakon. „Damit wissen wir auch, wohin die Gelder genau hingehen. Das ist schön“, erklärte Peters.
Ehrenamtliches Engagement ist groß
Ohne das Ehrenamt wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen – die rund 50 ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen unterstützten unter anderem an den Verkaufsständen und halfen bei der Organisation.
Auch das Dunumer Akkordeonorchester hatte sich bereit erklärt, umsonst für den guten Zweck aufzutreten. Auch wenn die Groschenkirmes von Willehad-Kirchengemeinde veranstaltet wird, seien längst nicht alle Besucher und Helfer katholisch oder Mitglied einer Kirche, erklärte Pastor Christof Hentschel, Pfarrer der Pfarrgemeinde Küste: „Die Groschenkirmes zeigt immer wieder, wie gut das Ehrenamt in Esens funktioniert. Ich glaube, viele Menschen, die hier helfen oder hierher kommen, sind nicht katholisch aber, wollen trotzdem unterstützen.“
Die Verbundenheit stehe im Fokus, und davon gebe es in Esens viel: „Die Menschen wollten im vergangenen Jahr schon helfen. Die ganze Energie hat sich nun aufgestaut“, erklärt Hentschel, der einst selbst in Esens Pfarrer war..
