Esens - Die Küstenurlauber sind wieder verschwunden, und auch in der Esenser Innenstadt ist es ruhiger geworden. So nutzen die Geschäftsleute die kommenden weniger frequentierten Monate für Renovierungsarbeiten, für den Umbau – und gegebenenfalls einen Umzug.
Letzteres gilt zum Beispiel für das Fachgeschäft Wohnen & Modernisieren von Inhaber Holger Janssen. Der hat am Kreisverkehr in Bahnhofsnähe einen Neubau mit einer ebenerdigen Geschäftsfläche und Wohnungen errichten lassen und verlegt seinen Firmensitz voraussichtlich im Februar oder März hierher. „Was mit der bisherigen Geschäftsfläche von 800 Quadratmetern am Jüchertor (ehemals R. M. Andreesen) geschieht, ist noch offen“, erklärt Holger Janssen
Den Umzug plant ebenso Informationselektroniker Wilko Thomßen mit seinem Team vom Euronics-Elektrofachgeschäft Janz. Die Firma wechselt nämlich vom Herde-tor in das Geschäfts- und Wohnhaus Jücherstraße 28 (früher Aldi), wo sich bis vor einigen Wochen der H & L Sonderposten-Markt von Sönke Hinrichs mit Marken-Outlet und Lagerverkauf befand. Am bisherigen Standort schließt Thomßen kurz vor Weihnachten nach zweiwöchigem Schlussverkauf und eröffnet spätestens Ende Januar am Jüchertor.Thomßen: „Auf der 350 Quadratmeter großen Fläche möchten wir dann das Multimedia- und Hausgerätesortiment etwas erweitern.“
Für das Herdetorcenter Herdestraße 20, wo sich Janz noch befindet, kündigt Friedrich Syll, der Verwalter der Immobilie für die Erbengemeinschaft Gebrüder Janssen ist, die Eröffnung eines Takko-Textildiscounters an. Da auch das Schuhgeschäft von Hero Oelrichs an dieser Stelle ausgezogen ist und dies in den beiden anderen Geschäften in Stein- und Herdestraße aufgefangen wird, kann Takko fortan auf einer Fläche von 560 Quadratmetern seine Mode anbieten. Ab Jahresanfang wird die Geschäftsfläche hergerichtet, so dass Takko spätestens im April eröffnen kann.
Ebenfalls in der Herdestraße hat die frühere Bäckerei von Siegfried Rinderhagen neue Eigentümerin gefunden: Hilke Branding-Rettig und ihr Ehemann Joachim Rettig eröffnen voraussichtlich Ende dieses Monats ihre Teestube mit Café „Ostfriesenherz“, das neben Tee- und Kaffeespezialitäten ganztägiges Frühstück und mittags eine Eintopf anbietet. „Es soll ein Treffpunkt für Ostfriesen und an Ostfriesland Interessierte werden“, betont Branding-Rettig, die den Geschäftsraum im traditionellen ostfriesischen Design, mit Gemälden und alten Möbeln in einem Alt-Neu-Mix einrichtet.
Mit der geschäftlichen Entwicklung sehr zufrieden ist Liane Mariani, die vor gut fünf Jahren ihr Rad-Haus an der Siebet-Attena-Straße eröffnete. „Wir erweitern unsere Ladenfläche, so dass wir unsere Räder und vieles mehr ab kommendem Frühjahr auf 90 Quadratmetern präsentieren können“, sagt die Inhaberin.
Nebenan trifft Kaufmann Franz Pfaff die letzten Vorbereitungen, um im Frühjahr das alte Gebäude des Edeka-Markts abbrechen und einen Neubau mit 2100 Quadratmeter großer Verkaufsfläche errichten zu können. „Die 130 Parkplätze bleiben, und die Warenannahme wird über eine Zufahrt von der Siebet-Attena-Straße realisiert“, berichtet Pfaff.
Den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit machen in Kürze Rena und Benedict Kindler, die einen Hallenkomplex der Tischlerei Sparenborg an der Sattlerstraße (Gewerbegebiet Esens-Ost) übernommen haben. „Wir eröffnen eine CrossFit-Box und bieten diese aus den USA stammende Fitnessart für Mitglieder in Kursen an“, kündigt die Inhaberin an, die wie ihr Mann den entsprechenden Trainerschein besitzt.
Übrigens: Friseurmeisterin Insa Löw betreibt ihren Salon im Haus Herdestraße 14 weiter. Anfang Dezember endet die Firmengeschichte des Fotofachgeschäfts Krüger am Marktplatz: Nachdem Fotografenmeister Gerd Krüger im vergangenen Jahr gestorben ist, hat seine Witwe Elfriede Krüger einen Schlussverkauf ausgerufen. Das Haus soll in Kürze verkauft werden. Offen ist hingegen, was die Esenser künftig auf der dritten Fläche im Neubau am Schafmarkt vorfinden werden. Laut Helge von Harten gibt es aber zwei Interessenten.
Im Combi-Verbrauchermarkt an der Auricher Straße erweitert Ubbos Backhuus derzeit sein Café. Ab Anfang Dezember stehen wegen der großen Nachfrage mehr Sitzplätze zur Verfügung, und sonntags soll hier künftig ein Buffet angeboten werden.
