Friedeburg - „In Friedeburg, in Friedeburg ist Holzauktion“ wäre der bekannte Berliner Gassenhauer von Franz Meißner umzubenennen; dann würde das Ereignis, das am Sonnabend, dem 3. September im Stroot geplant ist, richtig betitelt. Spaziergängern sind die vielen Holzhaufen, die an den Wegen des Friedeburger Waldgebietes liegen, sicher schon aufgefallen. „Lange bleiben die Stämme und Stammabschnitte jetzt nicht mehr liegen, denn wir werden sie als Brennholz anbieten. Der Stroot gehört ja dem Landkreis Wittmund und wir sind dabei, ihn in einen artenreichen Mischwald umzugestalten. Dazu sind im Frühjahr Bäume entnommen worden. Außerdem hatten wir Sturmschäden. Die umgefallenen Bäume wurden zersägt und in drei bis fünf Meter langen Stücken mit Pferden an die Wege gezogen“, erklärt Finn Ahrens vom Landkreis Wittmund.

Jetzt wird die öffentliche Versteigerung einzelner Partien von Brennholz vorbereitet. Die Holzhaufen bestehen meist aus gemischten Holzsorten. Es können bis zu 30 cm starke Laubholzstämme von Buchen, Ahorn und Roteichen sein. Aber auch Nadelholzstammabschnitte von Fichten, Douglasien und Küstentannen. Die sind zum Teil noch dicker als die Laubbäume. „Meist haben wir die Versteigerungslose gemischt, so können die Kunden Nadelholz, das eher für das schnelle Anheizen geeignet ist und Laubholz, das mehr Wärme abgibt, erwerben. Die ersteigerten Holzhaufen müssen allerdings noch abgefahren und zerkleinert werden. Und das Holz braucht auch noch längere Zeit zum Trocknen, bis es ofenfertig ist. Wir rechnen mit regem Interesse, vor allem von Friedeburger Bürgern, denn die haben keine weiten Wege. Außerdem ist Holz bei den steigenden Kosten für andere Energieträger wieder sehr gefragt“, so Ahrens. Da das Energiethema momentan auch für die Medien sehr wichtig ist, möchte ein Fernsehteam bei der Versteigerung dabei sein und die Holzauktion für eine Dokumentation des Fernsehsenders „arte“ filmen. Das Team möchte auch einen oder mehrere Brennholzinteressenten vorstellen und mit ihnen ein Interview führen. Dafür könnte schon vor dem 3. September eine Kontaktaufnahme nötig sein. Wer sich gern für Aufnahmen und Interviews zur Verfügung stellen möchte, sollte sich bald mit Finn Ahrens vom Landkreis Wittmund, Fachbereich Umwelt, T   04462 86-1255, in Verbindung setzen.