Friedeburg - Die Schießsportanlage des Schützenvereins Friedeburg wird deutlich attraktiver. Das betont Vorsitzender Georg Löschen. Nachdem mit der neuen Gebäudeeigentümerin, der E&T Immobilien GmbH, ein Mietvertrag geschlossen wurde, könnten die Sportler über zunächst 20 Jahre den Nebentrakt des Deutschen Hauses an der Hauptstraße weiter nutzen. „Das gibt uns Planungssicherheit“, freut sich Löschen.
Da der Fortbestand des künftig eigenständigen Schützendomizils an dieser Stelle also geklärt ist, investieren Eigentümer wie Vereinsmitglieder jetzt in diese 1967 errichtete Liegenschaft. E&T kümmert sich derzeit um die Beseitigung der Leckstelle im Dach und einen Fluchtweg im hinteren Bereich, der Schützenverein um den Innenausbau. „Durch den langjährigen Vertrag lohnen sich unsere Investitionen in die Renovierung.“
Neues Raumkonzept
In mehreren Bauabschnitten werden die Räume nach einem ausgeklügelten Gesamtkonzept nun für die Zukunft aufgestellt. Den neuen Aufenthaltsbereich im früheren Vorraum der Kegelbahn haben handwerklich geschickte Schützen am Samstag ehrenamtlich mit einem neuen Bodenbelag versehen, nachdem die Malerarbeiten abgeschlossen waren. Hier installiert man auch eine Thekenanlage. Löschen: „Von diesem zentralen Punkt aus gelangt man künftig auf den Kleinkaliberstand, der an der gewohnten Stelle bleibt, sowie auf den Langgewehrstand, den wir um 90 Grad drehen.“
Des Weiteren laufen die Planungen, auf der einstigen Kegelbahn einen Bogenschießstand von 13 Metern Tiefe einzurichten. „Dann können die Sportler aus dem Untergeschoss der Haupt- und Realschule „Altes Amt Friedeburg“ hierher umziehen. Dieses dauert aber noch“, informiert der Kopf des 180 Mitglieder starken Vereins.
Die Schießsportanlage soll betriebstechnisch autark werden. Deshalb erhält er im nächsten Jahr auch eine eigene Toilettenanlage, die im Bereich des bisherigen Eingangs vorgesehen ist. Der neue Zugang zum Schießstand des Friedeburger Schützenvereins wird zuvor auf die Vorderseite verlegt und anstelle eines Fensters gleich neben dem Ehrenmal geschaffen.
„Da wir den gesamten Schießstand durchgehend barrierefrei gestalten, haben wir eine sogenannte Mikro-Förderung von ,Aktion Mensch‘ erhalten, die die Eingangstür vollständig bezahlt“, berichtet Georg Löschen. Immerhin böte sich dieser Sport auch für Menschen mit Handicap an. Diese Baumaßnahme sei nach dem Schützenfest, also im Herbst, vorgesehen.
Schießbetrieb läuft
Nachdem man wegen unklarer Eigentumsverhältnisse ein Jahr lang beim Schützenverein Marx trainierte, läuft der vereinsinterne Schießbetrieb beim Deutschen Haus mittlerweile in gewohnter Form. „Wir wollen wieder die Menschen hierher holen, unser modernisiertes Haus mit Leben füllen“, betont Georg Löschen auch im Hinblick auf das 175-jährige Vereinsjubiläum in diesem Jahr.
Bereits das Löffelschießen könne ab 11. Juli in den neuen Räumen stattfinden. Und mit dem neuen Nachbarn „Buddys Restaurant Deutsches Haus“ strebe man eine Zusammenarbeit an. Im November wollen die Friedeburger Schützen anbieten, auf einem Großbildschirm in Gesellschaft die deutschen Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft anzuschauen.
