Friedeburg - Der Rat der Gemeinde Friedeburg hat am Donnerstagabend eine Resolution zum Abschuss des Friedeburger Wolfsrudels verabschiedet. Zur letzten Gemeinderatssitzung in diesem Jahr begrüßte Ratsvorsitzender Björn Fischer nicht nur die Vertreter aus Rat und Verwaltung, sondern auch zahlreiche Zuschauer. Obwohl nur zu einem Tagesordnungspunkt geladen worden war, hatte dieser doch zu einer relativ großen Resonanz in der Bevölkerung geführt. Es war der Punkt „Verabschiedung einer Resolution zum Thema Wolf in der Gemeinde Friedeburg“, über den abzustimmen war.
Ein Signal geben und umdenken
Als Initiator dieser Resolution war es Detlef Grüßing aus den Reihen der CDU der treffend feststellte, dass die Gemeinde das Problem nicht lösen kann. „Mit unserer Diskussion muss aber ein Signal gegeben werden. Mit dieser Resolution wird nichts geändert, sie sollte aber ein Anstoß zum Umdenken sein“, forderte Grüßing. Es werden praktikable Lösungen benötigt, war seiner Forderung zu entnehmen. Konkreter wurde da Bürgermeister Helfried Goetz (parteilos) in seinen Ausführungen.
„Wir alle kennen den Wolf aus Grimms Märchen. Wir leben aber nicht im Märchen, sondern in der Realität“, so Goetz. Der Wolf jage Nutztiere, Pferde und Ponys und fresse Rinder – auch lebendig, führte er weiter aus. Aufgabe des Friedeburger Gemeinderates sei es nicht unkritisch Positionen aus Hannover, Berlin oder auch Brüssel zu wiederholen. Der Rat sei gewählt, um die Interessen der Bürger aus der Gemeinde Friedeburg zu vertreten. „Gerade wir auf unterster Verwaltungsebene, sind aufgerufen, Änderungsprozesse anzustoßen und gesetzliche Regelungen einzufordern.
Bürgermeister vertritt Meinung des Rates
„Es ist eine gemeinsame Aktion für Friedeburg. Wir erwarten Antworten von unserm Land“, betonte Hans-Hermann Lohfeld von der SPD. Dagegen äußerte sich Doris Stehle (FFG) kritisch zu der Resolution, da die Gedanken ihrer Gruppe sich in dem Papier nicht, wie erwartet, wiederfinden würden.
Nicole Henkel (FFG) zitierte den Koalitionsvertrag der Landesregierung und kritisierte gleichzeitig das Verhalten des Bürgermeisters. Im Vorfeld sei die Moderation nicht parteilos gewesen, führte sie an. Sie forderte den Rat dazu auf, den Koalitionsvertrag erst einmal von der Landesregierung umsetzen zu lassen. Diese Hoffnung auf den Koalitionsvertrag wollte Goetz nicht teilen. Als Bürgermeister habe er die Meinung des Rates zu vertreten.
Beifall aus dem Publikum
Die Abstimmung legte anschließend ganz klar fest, welche Meinung der Verwaltungschef in Friedeburg zu vertreten hat. Mit 16 Ja-, zwei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen wurde die Resolution mit überzeugender Mehrheit und unter Beifall aus dem Publikum angenommen. „Es gilt ein deutliches Zeichen aus dem ländlichen Raum nach Hannover zu setzen“, hieß es von den Befürwortern aus dem Gemeinderat Friedeburg.
