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Auktion in Friedeburg „Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten“

Rainer Köpsell

Friedeburg - Mit dem Fahrrad und zu Fuß kamen am Samstag viele Kaufinteressierte in den Friedeburger Stroot, um Brennholz zu ersteigern. „Nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige Menschen, die sich Brennholz kaufen wollen, das sind ideale Bedingungen für unsere Versteigerung. Wir werden das ungewohnte Geschäft mit Ausbieten und Zuschlagen schon irgendwie hinbekommen“, berichtete Finn Ahrens, der kein hauptamtlicher Auktionator, sondern der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittmund ist.

Er und sein Mitarbeiter Hans-Günter Willms hatten die Brennholzversteigerung sorgfältig vorbereitet. „Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten – Zuschlag erteilt“, war zu hören, als sich die Menschenansammlung auf den Waldwegen von Los zu Los weiterbewegt.

Holz aus dem Frühjahr

Die bei Sturmholzaufarbeitung und Waldpflege-Durchforstungen in diesem Frühjahr angefallenen Holzmengen waren gleich nach der Holzernte in zwei große Verwendungssortimente aufgeteilt worden. Dicke, gerade und längere Stämme wurden als sogenannte Sägeholzabschnitte an Sägewerke verkauft und schnell aus dem Stroot abgefahren. „Hölzer, die zum Verbrennen im heimischen Ofen geeignet sind, haben Rückepferde zu 24 Brennholzlosen zusammengezogen. Das sind Haufen aus Nadelhölzern oder aus Laubhölzern, einige sind auch gemischt. Und die werden heute ausgeboten“, erklärte Hans-Günter Willms. Er hatte in den letzten Tagen die genauen Massen des Brennholzes ermittelt, die Holzhaufen nummeriert und mit einem Datenblatt zur besseren Kunden-Information gekennzeichnet.

Zur Einstimmung der Kaufinteressierten berichtete Finn Ahrens, dass Holzhändler gern die gesamte Brennholzmenge gekauft hätten, der Landkreis als Waldbesitzer sich aber für das Verfahren einer Auktion entschieden hätte. „Das Verfahren ist für uns zwar arbeitsintensiver, hat aber den Vorteil, dass sich überwiegend Bürgerinnen und Bürger aus Friedeburg hier ihr Brennholz kaufen können. Kurze Wege und Brennholz zu fairen Preisen aus dem geliebten Wald im Ort. Das war unser Ziel“, so Finn Ahrens.

Verkaufsergebnis

Mit den Verkaufsergebnissen waren am Ende der Auktion Käufer und Verkäufer zufrieden sein. Alle 24 Brennholz-Lose konnten verkauft werden. Eins erbrachte den stolzen Preis von 345 Euro, aber auch die anderen erzielten gute Erlöse. Im Durchschnitt wurde das Laubholz bei der Auktion für 70 Euro pro Raummeter verkauft, das Nadelholz ging für rund 35 Euro pro Raummeter weg.

„Bei so einer Versteigerung hat man den Eindruck, dass die Preise fair zustande kommen. Man kann ja bieten, oder es sein lassen. Der große Vorteil ist, dass die Leute aus Friedeburg quasi mit der Schubkarre das ersteigerte Holz aus dem Wald holen können“, so ein Bieter.

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