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Landkreis Wittmund hat Holz geerntet Friedeburger ersteigern Brennholz aus dem eigenen Wald

Rainer Köpsell
Stroot-Manager Hans-Günter Willms greift zu seinen Messwerkzeugen, um die vielen Brennholz-Haufen zu vermessen, die an den Wegen liegen.

Stroot-Manager Hans-Günter Willms greift zu seinen Messwerkzeugen, um die vielen Brennholz-Haufen zu vermessen, die an den Wegen liegen.

Rainer Köpsell

Friedeburg - Im Friedeburger Stroot hatte Forstwirtschaftsmeister Hans-Günter Willms im ausgehenden Winter einen Holzeinschlag mit der Motorsäge vorgenommen. Kranke Bäume wurden gefällt, aber auch ganze Waldpartien durchforstet und aufgelichtet. Rückepferde zogen die eingeschlagenen Stämme an die Wege und legten sie dort ab. Das daraus resultierende Brennholz können die Bürger demnächst ersteigern.

Keine Gegensätze

„Für mich ist es jetzt ein richtiges Vergnügen durch den frühlingshaften Wald zu gehen und überall die Wirkung unserer Pflegemaßnahmen festzustellen“, freut sich Willms, der bei der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Wittmund beschäftigt ist. Als besondere Aufgabe ist ihm vor ein paar Jahren das Stroot-Management übertragen worden. Damit sind naturschutzgerechte Planungen und die Umsetzung von Pflegemaßnahmen im Friedeburger Waldgebiet gemeint, dessen Grundeigentümer der Landkreis ist.

Laub- und Nadelwald wurde im vergangenen Winter durchforstet, und Forstwirtschaftsmeister Hans-Günter Willms stellt erfreut fest, dass überall dort wo durch den Holzeinschlag kleine Lücken im Wald entstanden sind, junge Bäume jetzt mehr Licht bekommen und ihre Wachstumschance sofort wahrnehmen. „Damit wandelt sich der Stroot Schritt für Schritt zu einem Mischwald, in dem junge, mittelalte und alte Bäume gemeinsam leben. Eine größere Artenvielfalt, mehr Stabilität und Gesundheit sind die positiven Wirkungen unseres vorsichtigen Holzeinschlages im Winter“, erklärt Willms.

Klassifizierung

Dann greift er zu seinen Messwerkzeugen, um die vielen Holzhaufen genau zu vermessen, die an den Wegen liegen. Stroot-Manager Willms klassifiziert sie nach Holzart und Menge und vergibt laufende Nummern für künftige Brennholz-Versteigerungslose. „Im vergangenen Jahr haben wir im Stroot zum ersten Mal eine Holzversteigerung durchgeführt. Das Interesse der Friedeburger war groß, ganz in der Nähe ihrer Wohnung Brennholz zu erwerben. Es konnte hier zerkleinert und mit geringem Transportaufwand nachhause geschafft werden. Geplant sei, am Samstag, 10. Juni, wieder eine größere Brennholzmenge in Losen aus reinem Laubholz, aus Nadelholz, aber auch Mischlose anzubieten. „Die Angebotspreise ermittle ich gerade und bin auf unsere diesjährige Auktion sehr gespannt.“

Brennholz gefragt

Brennholz wird in der Regel im Raummeter (Maß inklusive Luft zwischen den Stämmen) angeboten. Für Holz, das in Längen von drei, vier oder fünf Metern an den Waldwegen liegt, richten sich die Preise größerer Waldbesitzer in der Region nach der Holzsorte. Sie liegen zurzeit für Nadelholz bei 35 Euro, Birken- und Erlenholz bei 40 Euro. Eichenholz wird für 45 Euro und Buchenholz für 50 Euro pro Raummeter, zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer, verkauft.

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