Dunum - Die Geschichte eines Ortes festhalten. Das wollen viele Gemeinden, Bürger- oder Heimatvereine. Eine Arbeitsgruppe des kleinen Ortes Dunum, westlich der Stadt Wittmund, hat sich dafür etwas Besonderes überlegt. Sie hat die Geschichte Dunums in einem Film festgehalten.
„Erst hatten wir überlegt, ein Buch zu schreiben“, sagt Eibo Eiben. Er selbst lebt seit seiner Kindheit in Dunum und hat viele Geschichten zu erzählen. Genau wie die anderen Mitglieder der Arbeitsgruppe Luise Böök, Carla Ortgies, Hermann Ammen und Hero Hayungs. „Aber die Leute haben uns von einem Buch abgeraten“, sagt Eiben und schmunzelt. Dennoch wollte die Gruppe den Dunumern und allen anderen Interessierten einen Einblick in die fast 4000 Jahre alte Geschichte ihres Heimatortes bieten. „Also haben wir gedacht, wir können einen Film drehen. Carla Ortgies hat für die Gemeinde schon einmal Videos aufgenommen“, erklärt Böök.
Dunumer und Zeitzeugenkommen zu Wort
Im Sommer 2021 begann die Gruppe also mit ihrer Recherche. Man erzählte eigene Geschichten aus der Kindheit, sprach mit Zeitzeugen oder besuchte Orte, die für Dunumer und Dunumerinnen von Bedeutung sind. „Heutzutage kann man sich es kaum noch vorstellen, aber früher sind wir jeden Winter Schlittschuh gelaufen in Dunum und haben uns nach der Schule zum Eishockey spielen getroffen“, erzählt Eiben. Solche und viele andere Geschichten bilden die Grundlage des Films. „Uns war es wichtig, dass Menschen zu Wort kommen, die die Sachen miterlebt haben, oder sich schon lange damit beschäftigen. So wird der Film viel authentischer und bekommt eine persönliche Note“, findet Eiben.
Doch was macht man nun mit den ganzen kleinen Aufnahmen, Interviews und Zeitzeugengesprächen? Wie wird daraus ein Film? „Da keiner von uns technisch so begabt ist und aus diesen Schnipseln einen Film machen kann, haben wir uns nach Hilfe umgeschaut. Dabei sind wir auf die Idee gekommen, unseren ehemaligen Pastor Diedrich Neemann um Hilfe zu bitten“, sagt Carla Ortgies. Und dieser erklärte sich direkt bereit, die Gruppe zu unterstützen. „Ich fotografiere gerne und habe mich auch viel mit Mediengestaltung beschäftigt. Und mit einem Videoschnittprogramm kenne ich mich auch aus“, erklärt Neemann. Doch während der Fertigstellung ihres Filmes musste die Gruppe sich auch mit einigen Themen beschäftigen, die sie vorher nicht bedacht haben. „Als wir die DVD in die Produktion gegeben haben, hat die Firma erst mal gefragt, ob wir auch die Rechte an Ton und Bild haben“, erinnert sich Neemann. Doch alle Fragen konnten aus dem Weg geräumt werden und nun hält die Gruppe stolz ihren 45-minütigen Film in den Händen.
Weitere Teile sind bereits geplant
Der soll am 17. Dezember auf dem Dunumer Weihnachtsmarkt im Hayungshof verkauft werden. „Für sechs Euro ist das doch auch noch ein ideales Weihnachtsgeschenk“, findet Eibo Eiben.
Und eines ist schon sicher: Das soll nicht der letzte Teil des Filmes gewesen sein. Die Gruppe habe noch viel mehr Ideen, die unbedingt noch für die Ewigkeit festgehalten werden müssen.
