Esens - Nachdem die katholische St.-Willehad-Gemeinde in Esens im vergangenen Jahr gemeinsam mit zahlreichen Gästen die 50. Groschenkirmes gefeiert hat, geht das ökumenische Fest in die nächste Runde. Das Organisationsteam um Brigitte Hesse und Thomas Peters hat alle Vorbereitungen getroffen, sodass am Samstag und Sonntag, 19. und 20. August, an den Ständen auf dem Kirchengrundstück an der Marienkamper Straße Erlöse für gemeinnützige Projekte erzielt werden können.
Programm für die Familie
An beiden Tagen bildet ein Gottesdienst (Beginn 18.30 Uhr/10.30 Uhr) den Auftakt, wie Brigitte Hesse mitteilt. Danach folge am Samstag ein fröhliches Feiern, bei dem DJ Eibo die Musik auflegt – hier handelt es sich um den Schützenkönig von 2022. Das Team setzt erneut auf eine Mischung aus Grillstand und Weinzelt, möglich sind Bewegung und Tanz. „Für die Kinder gibt es ein Lagerfeuer und Stockbrotbacken, die Tombola wirft die Sofortgewinne aus, und Magier Maltus aus Essen sorgt für staunende Zuschauer“, gibt die Organisatorin einen Einblick.
Ehemalige Schirmherren statten der Esenser Groschenkirmes dann am Sonntag einen Besuch ab. Zum Frühschoppen spielt ab 11.30 Uhr die NIGE-Schülerband auf; das Dunumer Akkordeonorchester bestimmt ab 14 Uhr den Nachmittag musikalisch. Auf der Bühne gibt es erneut eine Kunstauktion mit Werken, die Esenser Künstler gestiftet haben. Kinder toben sich beim Rutschen, Basteln und anderen Aktionen auf der Spielwiese aus. Hauptpreis der Tombola sind 500 Euro in bar. Breitgefächert ist zudem das lukullische Angebot, das bis zu Frühlingsrollen einer vietnamesischen Gemeindegruppe aus Norden reicht.
Das Groschenkirmes-Team freut sich, dass Bundestagsabgeordnete Anne Janssen (CDU) aus Wittmund die Schirmherrschaft übernommen hat. Brigitte Hesse: „Damit wird deutlich, dass unser Fest über ein reines Gemeindefest hinaus geht, Kirchenmauern überschreitet und ein Zeichen setzen will – für ein Miteinander und für einen Glauben, der sich im Engagement glaubwürdig macht für die ,Dritte‘ in der einen Welt.“ Man wolle aber auch die eigenen Probleme nicht übersehen und sich in anderer Weise für eine Begegnung zwischen Einheimischen und Urlaubern einsetzen.
Hilfe kommt an
Ziel der Groschenkirmes bleibt die Unterstützung langjähriger Projekte in Brasilien und seit vergangenem Jahr auch in Kenia. „Bei einem Besuch in Brasilien konnte ich mich im März von der beeindruckenden Arbeit in den Straßenkinderprojekten und bei der ländlichen Entwicklungsarbeit überzeugen“, berichtet Brigitte Hesse. Es seien die alltäglichen, konsequent durchgezogenen Tagesprogramme für die Kinder, die neben einer warmen Mahlzeit das Grundgerüst der Arbeit bilden. Dazu gehörten Unterrichtsergänzung, aber auch soziales Lernen, das Kennenlernen der Grundrechte der Verfassung und die Beschäftigung mit der afrobrasilianischen Geschichte, was der Entwicklung von Kindern diene.
In den vergangenen Jahren haben zehntausende Euro aus Esens für Programme, Kursmaterial und pädagogische Mittel zum Erfolg der gemeinnützigen Projekte beigetragen. Mit Geldern der Groschenkirmes 2022, so Hesse, seien Geräte und Pressen angeschafft worden, die den Brasilianischen Bäuerinnen das Gewinnen von Palme-Ölen erleichtern und das Öl somit auf den örtlichen Märkten lukrativer verkaufen lassen.
