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Großbaustelle in Esens Tankstellen-Betreiber sieht seine Existenz bedroht

Dieter Donker, Betreiber der Elan-Tankstelle in Esens, sieht besorgt in die Zukunft.

Dieter Donker, Betreiber der Elan-Tankstelle in Esens, sieht besorgt in die Zukunft.

Detlef Kiesé

Esens - Dieter Donker sieht sichtlich besorgt in seine Zukunft: Im Herbst möchten das Land Niedersachsen, der Wasserverband OOWV und die Stadt Esens mit der Komplettsanierung der Bahnhofstraße beginnen – unter Vollsperrung. Und dann wird auch die Elan-Tankstelle des Kfz-Meisters, der den Betrieb in vierter Generation führt, über womöglich 22 Monate hinweg nicht oder schwer erreichbar sein.

Nur Anlieger frei

Nach Angaben der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Aurich wird die 750 Meter lange Straße sowohl ab der Söker-Kreuzung als auch an dem Bahnhofskreisverkehr in Richtung Norden nur für die Anwohner bzw. Anlieger mit dem Auto zugänglich sein. Der Verkehr wird großräumig umgeleitet. „Das bedeutet, dass uns im Regelfall kein Auto anfährt. Und auch der 40-Tonner-Tanklastwagen, der uns im Sommer dreimal die Woche beliefert, kann dann wohl kaum bis zu uns gelangen“, glaubt Tankstellenbesitzer Donker.

Er sei zwar nicht vom Benzin-Preis wirtschaftlich abhängig, aber sehr wohl von der Menge des abgegebenen Sprits. Immerhin beschäftigt der Kraftfahrzeugmeister auf der Tankstelle und in der Werkstatt acht Mitarbeiter.

Keine Spontantanker

Donker, seit 1985 im Unternehmen tätig, mag sich die Dramatik gar nicht ausmalen. „Denn neben den Stammkunden waren wir immer von den spontanen Urlaubern abhängig, für die wir von Spiekeroog und Neuharlingersiel kommend die erste Tankstelle waren“, schildert er. Andere Autofahrer führen heran, um sich über den aktuellen Preis zu informieren und dann gegebenenfalls zu tanken oder auch den Shop zu nutzen. Mit der angekündigten Baustelle fließe der Verkehr jedoch an Esens komplett vorbei. Für gewöhnlich, so der 65-Jährige, habe man auf der Bahnhofstraße 12 000 bis 14 000 Fahrzeugbewegungen gezählt.  „Wieso wartet man nicht noch zwei Jahre, bis sich die teils dramatischen Auswirkungen durch Pandemie, Ukraine-Krieg und Inflation gelegt haben?“, fragt Dieter Donker. Der Unternehmer setzt sein Vertrauen in die Kommunalpolitik vor Ort. Und er überlegt, die Bauherren Land, Stadt und OOWV anzusprechen – und eine Entschädigungsleistung zu fordern.

Detlef Kiesé
Detlef Kiesé Redaktion Wittmund
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