Esens - Wenn Vampire unterwegs sind und Werwölfe mit Zombies feiern, kann das in Ostfriesland nur eines bedeuten: Es ist Zeit für Halloween in Esens. In diesem Jahr fällt das größte Fest in der Innenstadt auf Freitag, 27. Oktober. Für die Organisatoren bedeutet das, dass nur noch wenige Tage bleiben, bis alles stehen muss.
Essen und Trinken: Auf den Wunsch der Besucher im vergangenen Jahr wurde eingegangen, sodass es nun mehr Stände mit Essen und Getränken in der Innenstadt geben wird.
Parken: In Esens gibt es etwa 1200 kostenlose Parkplätze. Da diese vermutlich nicht reichen werden, wird es zusätzliche Parkmöglichkeiten auf dem Schützenplatz geben.
Sicherheit: Bisher sei das Fest sicher gewesen, es habe laut der Veranstalter keine großen Vorkommnisse gegeben. Auch in diesem Jahr sorgen Sicherheitskräfte für einen reibungslosen Ablauf.
Für Kinder sind in diesem Jahr aufgrund des Aufwands um die Gruselmeile keine weiteren Aktionen geplant. Jedoch organisiert die Sparkasse in ihrer Filiale zwischen 14 und 17 Uhr ein Kinderschminken.
Der Grusel-Pass kann schon im Vorfeld für Vorfreude sorgen. Auf dem Instagram- und Facebookkanal der Samtgemeinde gibt es 5 x 2 Tickets zu gewinnen. Unter anderem winken freier Eintritt ins Rathaus und Zugang zu den Toiletten, Wertmarken in Höhe von 25 Euro und freier Eintritt in die Gruselmeile.
Das große Fest mit bis zu 15 000 Besuchern auf die Beine zu stellen, fing jedoch schon viel früher an, wie Stadtmanager Kolja Green berichtet: „Eigentlich fängt alles schon immer direkt nach Halloween an, Künstler werden gebucht, die Infrastruktur organisiert, die vielen verschiedenen Akteure müssen koordiniert werden.“ Dabei ist der Stadtmanager nicht alleine, Markus Backenköhler und Sascha Gläske von der Aktionsgemeinschaft Esens und Umgebung sowie unzählige Ehrenamtliche helfen mit, die Bärenstadt für einen Tag in Halloweentown zu verwandeln.
Das ist geplant
Für die 21. Ausgabe fahren die Organisatoren und Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde einiges auf: In der Innenstadt werden wieder zwei Bühnen mit Livemusik und Lasershow für Unterhaltung sorgen, in der Innenstadt wird es mehrere Walking-Acts geben, Feuershows und viel zum Schaudern gibt es auch. So wie etwa am Süderwall eine schaurig schöne letzte Ruhestätte, die für den gewissen Gruselfaktor sorgen soll. Eine verkaufsoffene Innenstadt soll die Besucher zudem bis 22 Uhr in die Geschäfte locken.
Gruselmeile ist wieder da
Neben altbewährten Programmpunkten gibt es in diesem Jahr ein Comeback: Die Gruselmeile der Jugendpflege der Samtgemeinde Esens ist wieder da. Laut der Leiterin Anja Funk-Janßen ist es der erste Auftritt seit 2014. Dabei handelt es sich um ein Theaterstück, das mehrmals an dem Abend aufgeführt wird. Zwar gibt es Karten an der Abendkasse, Funk-Janßen berichtet jedoch, dass es bei den vergangenen Aufführungen immer lange Schlangen für freie Karten an dem Abend gab. Ungeduldigen rät sie deswegen, Karten im Vorverkauf auf der Homepage der Jugendpflege zu kaufen.
Ab 14 Jahren
Zudem gibt es einen weiteren Warnhinweis, der das Herz von erwachsenen Gruselfans vermutlich höher schlagen lassen wird. „Wir empfehlen den Besuch von Halloween in Esens nicht für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren“, appelliert Backenköhler vor allem an die Eltern. Das gilt laut der Organisatoren nicht nur für die Gruselmeile, wo in der Vergangenheit schon verängstigte Kinder die Vorstellungen verlassen mussten, sondern für das gesamte Fest in der Innenstadt. Auch wenn einzelne Programmpunkte für sich alleine stehend eventuell noch zu tolerieren sind, ist es doch das geballte Programm, das die schrecklich schöne Atmosphäre kreiert. Zudem haben die Organisatoren keinen Einfluss auf die Gäste und deren Kostüme. Backenköhler: „Was die Leute hier an Verkleidungen auffahren ist unglaublich – die Detailverliebtheit und der Aufwand ist schon erstaunlich. Aber eben auch teilweise sehr, sehr gruselig.“ Und das soll auch so sein. Es ist schließlich kein Kinderfest, das gefeiert wird, sondern Halloween in Esens.
