Wittmund/Harlesiel - Die Handabdrücke von gleich zwei Fußball-Legenden sicherte sich „Hands of Fame“ für die Wittmunder Fußgängerzone: Gerd „Thelly“ Thellmann, Wolfgang Malzahn und Carsten Holzke nutzten den Aufenthalt von „Kugelblitz“ Ailton und dem ehemaligen Nationaltorhüter Dieter Burdenski im Hotel Harlesiel, um die Abdrücke der ehemaligen Star-Kicker abzunehmen.
Grund für den Aufenthalt an der Nordseeküste war die Werbung für ein Spiel der Werder-Traditionsmannschaft am 23. Juli im Carolinensieler Stadion. Kurdirektor Kai Koch reagierte spontan und informierte die „Hands of Fame“-Vertreter über die Anwesenheit der früheren Spitzensportler. Ailton, der vier Tage vor seinem Gastspiel im Cliener Stadion 50 Jahre alt wird, reagierte gleich mit einem Scherz: „Warum kommt ihr erst jetzt?“ Die Handabdrücke von Claudio Pizarro seien schließlich schon lange in Wittmund.
Fußballer des Jahres
Immerhin war Ailton, der wegen seiner Körperfülle schon zu seinen aktiven Zeiten den Spitznamen „Kugelblitz“ erhielt, der erste Ausländer in der Bundesliga, der zum Fußballer des Jahres gewählt worden ist. In der Saison 2003/2004 wurde er Torschützenkönig der Bundesliga und Meister mit Werder Bremen. Seit vergangenem Jahr lebt er wieder in Bremen, wo er als absoluter Publikumsliebling galt. Mit dem Ball konnte er offensichtlich besser umgehen als mit Geld, denn immer wieder geriet er durch seine Finanzprobleme in die Schlagzeilen. So sollte unter anderem seine Torjägerkanone öffentlich versteigert werden. Schließlich vermachte er sie aber dem Werder-Museum. Zuletzt trat in der Tanzshow „Let’s dance“ auf.
Spiel in Carolinensiel
Das Spiel am 23. Juli wird organisiert von Burdenski-Events, der Firma von Ex- Nationaltorwart Dieter Burdenski. Er stand 16 Jahre lang beim SV Werder im Tor und absolvierte 444 Bundesliga-Spiele. Bei dem Treffen in Harlesiel wurde er von „Hands of Fame“-Vorstandsmitglied Wolfgang Malzahn angesprochen: „Wir beide haben schon mal gegeneinander gespielt.“ 1991 war es zu einer Begegnung zwischen den beiden in Wiesmoor gekommen. Damals spielte eine NDR-Auswahl mit bekannten Fußballern und Schauspielern gegen eine Wiesmoor-Auswahl für einen guten Zweck. Und da Hobby-Kicker Malzahn damals als Blütenfest-Moderator aktiv war, wurde er bei den Wiesmoorern eingesetzt. In seinem Buch „Von der Blüte bis zur Kröne“ beschreibt Wilfried Bohlsen diesen Kick ausführlich und vermerkt dabei, dass Burdenski (der damals nicht im Tor stand) den schönsten Treffer des Tages erzielt hatte: Per Fallrückzieher von der Strafraumgrenze.
