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Testpflicht DRK will Testlücke am Wochenende schließen

Anke Laumann
Anke Laumann Julia Dittmann

Harlingerland - Lange haben Gastronomen und Gäste auf diesen Tag gewartet: Seit Montag darf in Niedersachsen wieder die Außengastronomie öffnen. Vorausgesetzt, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis stabil unter 100 – und der Gast legt einen Nachweis vor, dass er negativ auf das Coronavirus getestet, genesen oder vollständig geimpft ist.

Yvette Schuster hat bereits angekündigt, ihr Café Sturmfrei in Esens von Donnerstag bis Sonntag zu öffnen. „Aber wo können sich die Leute überhaupt testen lassen?“, fragt die Gastwirtin. Am Wochenende hätten die meisten Testzentren geschlossen. „Wir versuchen gleichzeitig, an Schnelltests ranzukommen. Aber wer ist bereit, drei bis fünf Euro zusätzlich auszugeben, nur um ein Bier zu trinken?“ Wenn sich die Menschen am Wochenende nicht kostenlos testen lassen können, müsse sie sich fragen, ob sich eine Öffnung überhaupt lohnt.

Angebot auch für Langeoog und Spiekeroog

Das Deutsche Rote Kreuz hat reagiert und will die Testlücke am Wochenende schließen. Am Samstag und Sonntag werden die Testzentren in Esens, Neuharlingersiel, Bensersiel und Wittmund jeweils von 13 bis 16 Uhr geöffnet sein. Auch auf Langeoog und Spiekeroog soll es ein entsprechendes Angebot geben. Die genauen Öffnungszeiten werden noch mit den Gastronomen auf den Inseln abgestimmt, sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Hans-Günther Kirchhoff am Montag auf Anfrage. „Wir sehen, dass die Nachfrage da ist“, so Kirchhoff. Dem wolle man mit den erweiterten Öffnungszeiten gerecht werden.

Dafür benötigt das DRK jedoch weiteres Personal. Interessierte können sich beim DRK melden. Derzeit sorgen 101 Mitarbeiter, darunter etliche Ehrenamtliche, für den Betrieb in den acht DRK-Testzentren im Landkreis. Dort wurden laut Kirchhoff in der vergangenen Woche 4780 Menschen auf das Coronavirus getestet. In 17 Fällen war das Ergebnis positiv. Das DRK will beim Testen schneller sein und mehr Tests anbieten können. Dafür stellt es in dieser Woche sein System um. Die Testergebnisse können dann in der Corona-Warnapp aufgerufen werden. Wer möchte, kann das Ergebnis auch per Mail oder ausgedruckt erhalten.

Anke Laumann
Anke Laumann Regionalleitung Ostfriesland / Anzeiger für Harlingerland / Jeverland-Bote
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