Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Kultur auf Langeoog Diskussion im Rat um Haus der Insel

Langeoog - Mit einer sehr umfangreichen Tagesordnung hat sich der Langeooger Inselrat am Dienstagabend befasst und diese meist nach intensiven Erörterungen in den vorbereitenden Ausschüssen in der Regel ohne weitere Wortmeldungen entschieden.

Dazu gehörten die Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe, der Haushaltsplan der Gemeinde, Gebührenkalkulationen, Bauvoranfragen, Aufträge und Bekanntgabe von Eilentscheidungen. Lediglich zum Thema Haus der Insel gab es zwei Mal eine Diskussion um die Zukunft des Hauses.

Investitionen aufgezählt

Neben der Behandlung von mehreren Bauvoranfragen hatte der Rat zu Beginn der Sitzung die Anschaffung von zwei Elektro-Schleppern für den Güterumschlag für knapp 130 000 Euro, die Vergabe der Grundüberholung der Steuerbord-Hauptmaschine zum Preis von fast 160 000 Euro und die Ausschreibung für den Neubau der Abwasserdruckrohrleitung zur Abwasserreinigungsanlage der Insel beschlossen. Die Gepäcktarife wurden angepasst und die Erd- Straßen- und Tiefbauarbeiten für den Hubschrauberlandeplatz für 86 000 Euro vergeben.

Der Wirtschaftsplan der Schifffahrt fand einstimmige Zustimmung, er weist bei Einnahmen von 12,845 Mio. Euro einen Jahresverlust von 413 000 Euro aus. Verpflichtungsermächtigungen wurden für die kommenden Jahre für die Anschaffung eines Frachters (5 Mio. Euro) und die Erneuerung der Inselbahn (8,5 Mio. Euro) beschlossen. Der Wirtschaftsplan des Tourismus-Service (TS) schließt mit einem Jahresverlust von 891 000 Euro bei Einnahmen von 6,83 Mio. Euro. Kredite sind nicht geplant.

Bärbel Kraus (Bündnis 90/Die Grünen) stimmte gegen den Wirtschaftsplan des TS und begründete das damit, dass neben dem vereinbarten Verkauf des Kur- und Wellness-Centers (KWC) auch der des Haus der Insel (HdI) im mittelfristigen Plan aufgeführt sei. Sie sei dafür, die Möglichkeit der eigenen Entwicklung offen zu halten, da es als kulturelles Herz benötigt werde. Dies sei nur ein Plan, der so nicht erfolgen müsse, erläuterte Bürgermeisterin Heike Horn (parteilos). Es müsse aber ein Konzept geben. Kämmerin Cornelia Baller fügt an, dass im Plan nur die Entwicklung des Kurviertels stehe. Bärbel Kraus stimmte zu, dass dringend ein Konzept erstellt werden und das Haus der Insel modern aufgestellt werden müsse und entgegnete der Kämmerin, dass auch konkrete Verkaufserlöse für KWC und HdI im Plan enthalten seien.

Geeignetes Konzept

Uwe Garrels (Einzelvorschlag) plädierte dafür, dass man das Haus mit einem geeigneten Konzept verwerten solle, um etwas besseres zu gewinnen. Heike Horn betonte, es stehe noch nichts fest und man könne noch ganz neu denken. Individuelle Meinungen zum Thema seien legitim.

Auf die Frage aus dem Publikum, ob auch Alternativen zum Verkauf des Haus der Insel gesucht würden, entwickelte sich später erneut eine Diskussion um das Kurviertel. Heike Horn bestätigte, dass diese gesucht würden, Ideen dafür und für die Entwicklung seien willkommen. Primär sei, dass ein wirtschaftlicher Betrieb sichergestellt sei. Uwe Garrels kritisierte, dass man das Problem immer weiter aufschiebe.

Das Schwimmbad werde gebraucht und das Sportzentrum solle entwickelt werden. Niemand wolle das Haus verkaufen, aber die Funktion könne auch ohne den Besitz sicher gestellt werden.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Wills Woche
Is’ was?

ISLAM IN DEUTSCHLAND Keine Religion steht über der Kritik

Alexander Will
Jüdische Studierende an der Uni Oldenburg blicken mit Sorge auf die Vorfälle der vergangenen Wochen. Unsere Redaktion hat mit zwei Studentinnen darüber gesprochen, wie sie ihren Alltag erleben. (Symbolbild)

ANTISEMITISCHE VORFÄLLE IN OLDENBURG Zwischen Paranoia und Mut – So erleben jüdische Studierende die Stimmung auf dem Campus

Josepha Zastrow
Oldenburg
Berliner Notizen
Keine Parade für Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD)

KURIOSES UND UNGEWÖHNLICHES IM POLITIKBETRIEB Eine Trompete, ein Jogger und (k)eine Militärparade

Hagen Strauß Büro Berlin
Im Barockgarten des Oldenburger Klinikums soll eine Gedenkstätte für die Opfer des Patientenmörders Niels Högel entstehen.

PATIENTENMORDE IN OLDENBURG UND DELMENHORST Klinikum plant Gedenkstätte für Högel-Opfer

Anja Biewald
Oldenburg
Das Kampfsportstudio „Chang Tong Gym“ in Prinzhöfte wurde offenbar Ziel eines Brandanschlags. Die „Antifa“ bekannte sich dazu. Das nebenstehende Haus ist derzeit unbewohnt, weil es renoviert wird.

KAMPFSPORTSTUDIO ANGEZÜNDET Nach „Antifa“-Brandanschlag in Prinzhöfte spricht der angebliche „Nazi-Trainer“

Arne Erik Jürgens
Prinzhöfte