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Infektzeit steht bevor Diese Impfungen empfiehlt die Kreisärzteschaft Wittmund

Mit dem Herbst startet auch die Zeit der Infekte. Die Kreisärzteschaft Wittmund rät zu Impfungen.

Mit dem Herbst startet auch die Zeit der Infekte. Die Kreisärzteschaft Wittmund rät zu Impfungen.

dpa

Kreis Wittmund - Die Zahl der offiziell im Labor bestätigten Corona-Infektionen nimmt seit einigen Wochen wieder deutlich zu. Und auch die herbstliche Grippewelle steht vor der Tür. „Manche Bürger fragen bereits nach den Impfungen, andere sind nach den Pandemiejahren eher skeptisch. Die Empfehlungen der ,Ständigen Impfkommission’ (StiKo) am Robert-Koch-Institut (RKI) sind recht eindeutig“, schreibt der Vorsitzende der Kreisärzteschaft Wittmund, Dr. Wolfram Nagel, in einer Pressemitteilung. Für die Impfsaison im Herbst empfiehlt der Mediziner: „Wie jedes Jahr ist die Grippe-Impfung für die entsprechenden Bevölkerungsgruppen sinnvoll.“

Das sind Menschen ab 60 Jahren, chronisch Kranke vor allem mit geschwächter Abwehr, Heimbewohner sowie Personen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko, z.B. Mitarbeiterinnen im Gesundheitswesen.

Grundimmunisierung

Die Impfung gegen Pneumokokken, dem bakteriellen Erreger einer Lungenentzündung, sollten auch alle Menschen ab 60 einmal im Leben erhalten, schreibt Dr. Nagel in seiner Pressemitteilung. Patienten mit chronischen Erkrankungen erhalten diese Impfung alle sechs Jahre. An diesen Impf-Empfehlungen habe sich nicht geändert.

Im Hinblick auf die Corona-Impfung hält es Dr. Nagel kurz: „Alle Erwachsenen sollten mittlerweile eine Grundimmunisierung haben. Die Risikogruppen sollten in diesem Herbst mit dem neuen Impfstoff aufgefrischt werden. Wer innerhalb der letzten zwölf Monate eine Impfung oder eine Corona-Erkrankung hatte, braucht zunächst keine Auffrischung“.

Gesunden Erwachsenen unter 60 und Schwangeren würde man derzeit keine Auffrischimpfung empfehlen, heißt es weiter. Zu den Risikogruppen gehören neben Menschen über 60 Jahren auch chronisch Kranke, Heimbewohner und Menschen, die beruflich einer Ansteckung besonders ausgesetzt sind.

Von einer Grundimmunisierung spreche man auch, wenn man nur zwei Impfungen, aber zusätzlich eine Corona-Erkrankung hatte. Dabei muss der letzte Antigenkontakt aber mindestens drei (bei drei Impfungen sechs) Monate Abstand zu dem vorhergehenden haben.

„Wir haben zwar einen neuen, angepassten Impfstoff; aber die Grundimmunisierung mit den älteren Impfstoffen bietet ausreichenden Schutz für Personen ohne besonderes Risiko. Alle Personen ohne StiKo-Empfehlung können eine Auffrischung erhalten, aber auf eigenes Risiko. Die Bundesregierung übernimmt nur Verantwortung für Impfungen, die von der StiKo empfohlen werden“, erklärt der Vorsitzende der Kreisärzteschaft. Außerdem könne man alle drei empfohlenen Impfungen zeitgleich verabreichen.

Ohne große Angst

Abschließend richtet sich Dr. Wolfram Nagel mit einem Appell an die Bevölkerung: „Wir wissen, dass einzelne Patientinnen an unerwünschten Folgen von Impfungen leiden. Das ist für den einzelnen Betroffenen natürlich sehr belastend und wir hoffen, dass wir Wege zur Hilfe finden. Allerdings sind die belastenden Folgen von durchgemachten CoViD19-Erkrankungen dramatisch häufiger und nicht wenige Menschen – auch in unserem Landkreis – sind an Corona verstorben. Einzelne Betroffene werden das anders sehen, aber in der Gesamtheit ist auch die Corona-Impfung (wie die anderen genannten Impfungen) ein großer Segen, sodass wir dieses Jahr ohne allzu große Angst in die Infektzeit gehen können. Deshalb besprechen Sie mit Ihrem Hausarzt Ihre persönliche Abwehrlage und vereinbaren Sie dann die nötigen Impftermine.“

Kim-Christin Hibbeler
Kim-Christin Hibbeler Redaktion Wittmund
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