Wittmund - Wie kann die Wittmunder Innenstadt wieder attraktiver werden? Eine Frage, die Kommunalpolitiker, Geschäftsleute, Arbeitskreise und auch Einwohner seit geraumer Zeit beschäftigt. Doch jetzt scheinen die Bemühungen konkrete Formen anzunehmen, denn in den nächsten zwei Jahren soll die Innenstadt zukunftsfähig und nachhaltig neu aufgestellt werden. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Vorgesehen sind wirtschaftliche, planerische, städtebauliche und umweltstrategische Veränderungen. „Die Maßnahmen zielen vor allem auf eine Verbesserung der Aufenthalts- und Erlebnisqualität durch eine Umgestaltung der Fußgängerzone im Kernstadtbereich“, heißt es weiter in der Mitteilung.

Wie genau das aussehen soll, hat die Stadt gemeinsam mit den Akteuren des Arbeitskreises und der Firma Cima festgehalten. „Das ist ein großes Projekt, das uns auch vor Herausforderungen stellt, deswegen war es gut, dass wir uns mit der Firma Cima professionelle Hilfe geholt haben“, sagt Amke Behrend von der Stadt Wittmund im Pressegespräch. Dafür stehen fast 500.000 Euro an Fördergeldern bereit. Betonen möchte sie, dass es jetzt auch an den Bürgern liegt, Ideen einzubringen, um Wittmund gemeinsam zu verschönern. „Wittmund upklütern!“, lautet die Kampagne, in der zunächst drei Kernprojekte festgehalten wurden.

Projekt 1: Es muss ein Leitbild erstellt werden. Wo steht die Stadt Wittmund heute? Welche Vorschläge gibt es, um die Innenstadt attraktiver zu machen und wer ist bereit, dabei mitzuhelfen?

Projekt 2: Derzeit fehlt in Wittmund eine gezielte Vermarktung regionaler Produkte. Gemeinsam mit interessierten Unternehmen und Personen sollen Möglichkeiten einer wirtschaftlichen Vermarktung ausgelotet werden.

Projekt 3: Die Stadt Wittmund ist nicht von allen Ortschaften gleich gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Es fehlt an Radwegen oder sie entsprechen nicht den Standards. In diesem Projekt sollen Maßnahmen erarbeitet werden, die die Erreichbarkeit der Innenstadt für Radfahrer vereinfachen.

Verfügungsfonds: Mit dem Verfügungsfonds sollen Projekte gefördert werden, die einen nachhaltigen positiven Einfluss auf die Attraktivität der Innenstadt haben. Die Anträge müssen schriftlich bei der Stadt eingereicht werden.

„Bei den Verfügungsfonds ist es so, dass ein Eigenanteil geleistet werden muss, den Rest übernimmt dann die Stadt. Und die Idee muss nachhaltig sein“, erklärt Amke Behrend. „Die Eigenleistung muss aber nicht monetär sein, es kann sich auch um Manpower handeln“, ergänzt Gritje Peters. Alle Informationen zu „Wittmund upklütern!“ gibt es am Wochenende auf dem Johannimarkt und dem Happy Day. Am Samstag wird sie durch Bürgermeister Rolf Claußen eröffnet. Am Informationsstand an der Norderstraße, (vor dem ehemaligen Eiscafé) wird Samstag zwischen 10 und 14 Uhr und Sonntag zwischen 12 und 17 Uhr ausführlich von den Mitgliedern von ProWittmund über die geplanten Maßnahmen informiert. Auch erste Vorschläge können dann eingebracht werden. Weiterhin ist eine Beteiligung online unter wittmund-upklütern.de möglich. „Jetzt brauchen wir die Bürgerinnen und Bürger um gemeinsam Wittmund zu verschönern, denn die Konzepte müssen bereits Ende des Jahres stehen“, sagt Amke Behrend.

Kim-Christin Hibbeler
Kim-Christin Hibbeler Redaktion Wittmund