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Gelebte Integration Hüpfen und Schwitzen beim Deutsch-Kurs in der Turnhalle in Marx

Rainer Köpsell
BIna Sibin, Jasmin Arnold und die sportlichen Kursteilnehmerinnen aus Syrien, der Türkei, Afrika und der Ukraine beim Mutter-Kind-Sport in der Friedeburger Sporthalle hinter dem „JuSt bi ’t Bad“.

BIna Sibin, Jasmin Arnold und die sportlichen Kursteilnehmerinnen aus Syrien, der Türkei, Afrika und der Ukraine beim Mutter-Kind-Sport in der Friedeburger Sporthalle hinter dem „JuSt bi ’t Bad“.

Rainer Köpsell

Friedeburg - Ungewöhnlich bunter Trubel herrscht am späten Vormittag in der kleinen Sporthalle hinter dem „JuSt bi ’t Bad“. Eine ganz besondere Reihe an Sportveranstaltungen neigt sich hier in Friedeburg gerade dem Ende zu. „Begonnen hatte alles mit dem Deutschkurs, den wir in unserem Sozialzentrum anbieten. Er wird von Frauen besucht, während unser Team die Kinder betreut, damit sich die Mütter besser auf den Unterricht konzentrieren können“, erläutert Ina Sibin vom „JuSt bi ’t Bad“, dem Jugend- und Sozialtreff im Friedeburger Schützenweg.

Sportlich betätigen

Aber „Mama lernt Deutsch“, so heißt die Veranstaltung, entwickelte sich erfreulich weiter. Sie bekam eine sportliche Note, und wurde zumindest für sechs Freitagvormittage in die kleine Sporthalle hinter dem „JuSt bi´t Bad“ verlegt. Mit einem bestimmten Schwerpunkt wie zum Beispiel Zumba, Hula-Hupp, Yoga, Mutter-Kind-Turnen oder Mannschaftssport können sich die durchschnittlich 15 Frauen, die den Sprachkurs besuchen, jetzt auch sportlich betätigen.

Unter fachlicher Anleitung von Jasmin Arnold – Vorsitzende des Sportvereins TSV Marx und ausgestattet mit viel Engagement und den notwendigen Trainer-Lizenzen – ging es zur Sache. „Es hat gut gepasst, dass wir uns zusammengefunden haben und dieses spezielle Angebot machen können. Mich freut besonders der Spaß, mit dem die Frauen aus verschiedensten Ländern und Kulturkreisen hier mitmachen“, so Arnold. Man habe schon Pläne für die Zeit nach diesem Projekt.

Die sportliche Leiterin des Kurses ergänzt, dass durch finanzielle Förderung vom Landessportbund in Hannover und Beratung durch den Kreissportbund Wittmund der Kurs unterstützt wurde; die Umsetzung lag beim TSV Marx. Diesmal habe der Verein nicht nur Knowhow, sondern auch viele bunte Bälle beigesteuert, die die anwesenden Kinder geschenkt bekamen.

Frauenfußball geplant

Zu den weiteren Plänen befragt, berichten Jasmin Arnold und Ina Sibin, dass aus dem Kreis der sportlichen Kursteilnehmerinnen aus Syrien, der Türkei, Afrika und der Ukraine der Wunsch geäußert wurde, eine Frauen-Fußballmannschaft aufzustellen, die am nächsten Fußballturnier teilnehmen könnte.

Die Gemeinde Friedeburg bereitet nämlich gerade in Zusammenarbeit mit dem TuS Strudden das nächste Hallenfußballturnier vor. Es wird Anfang des neuen Jahres in der Sporthalle der Schule „Altes Amt Friedeburg“ (SAAF) stattfinden. Am Turnier können fußballbegeisterte Personen teilnehmen, die ihren Wohnsitz in der Gemeinde haben. „Wenn sich noch zwei weitere Interessentinnen melden, wäre unser Frauen-Team vom JuSt bi’t Bad schon komplett. Und das wird schon klappen“, so die Organisatorinnen zuversichtlich.

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