Wittmund - Vor allem in Wittmund und Aurich, vielleicht auch ganz Ostfriesland ist er in der Kunstszene ein Begriff: Jürgen Müller-Dühring. Doch wer war der Künstler und was verbindet ihn mit Wittmund? „Viele Bürger haben einen echten Müller-Dühring im Besitz, sei es als getätigter Ankauf, als erworbene Gegenleistung für einen Handel oder als freundschaftliches Geschenk des Künstlers“, schreibt Kunsthistorikerin Sarah Byl in einer Pressemitteilung. Müller-Dühring sei in Wittmund stadtbekannt gewesen, aber leider nur bedingt über die Grenzen der Stadt hinaus, findet Byl. Vor allem habe ihn seine natürliche Umgebung interessiert, seien es Kutter im Hafen, der Blick aufs Meer, Felder, Wald, Wiesen oder Frauenfiguren.
Geboren wurde Müller-Dühring am 23. Juli 1924 in Aurich, als Sohn des Müllers von Ostgroßefehn. Nach Wehrdienst, Abitur und Studium in Düsseldorf, Köln und Paris kehrte der Künstler 1962 mit seiner Ehefrau nach Ostfriesland zurück. Zunächst lebt er in Altharlingersiel, dann in Ardorf. Bis 1969 ist Müller-Dühring als freischaffender Künstler tätig, später als Kunsterzieher an der KGS in Wittmund. Zur selben Zeit gründet er die Kindermalschule „KleinMonMatre“ mit Ruthtraut Steinbrecher. Am 10. September 1999 verstirbt Jürgen Müller-Dühring im Alter von 75 Jahren in Wittmund.
