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Besuch der Chogoria Girls High School KGS Wittmund stärkt Verbindung zu kenianischen Partnern

Gemeinsam mit Vertretern aus Wittmund feierten die kenianischen Besucher im Kreishaus eine Teezeremonie.

Gemeinsam mit Vertretern aus Wittmund feierten die kenianischen Besucher im Kreishaus eine Teezeremonie.

Privat

Wittmund - Dass ein ganzer Ort mit Schnee bedeckt ist, das war für Wambui Wainaina, Mathungu Nijru und die anderen Gäste aus Kenia die erste große Überraschung. Die Delegation der kenianischen Chogoria Girls High School war nach Wittmund gekommen, um Kontakte mit ihrer deutschen Partnerschule, der KGS Wittmund, zu stärken. „Es war quasi ein Geschäftsbesuch“, sagt Dr. Reinhard Aulke, Schulleiter der Wittmunder Schule.

Partnerschaft aufgreifen

Denn für gewöhnlich kommt eine kenianische Schülerinnengruppe mit einer Lehrkraft nach Ostfriesland. Diesmal bestand die Delegation aus der Schulleiterin, der Deutschlehrerin, der Vertrauenslehrer der Schülerinnenvertretung und dem Reverend der Gemeinde. Die Partnerschaft besteht seit 2016. Dreimal hatten Schüleraustauschaktivitäten zwischen den Partnerschulen stattgefunden, dann aber kam die Pandemie, und man musste auf Online-Treffen ausweichen. Zuständige Lehrkräfte und Leitungsfunktionen an den Partnerschulen wechselten in der Zwischenzeit, sodass für 2023 der Plan feststand: Die Partnerschaft muss noch einmal ganz neu „angebahnt“ werden. Da aber die Kontakte nicht abgerissen waren, war dieser Plan ohne Hürden zu realisieren, besonders durch die Unterstützung des Pädagogischen Austauschdienstes der Kulturministerkonferenz, der Reisekosten für diese „schönen und wunderbaren Begegnungen“ in Chogoria und Wittmund bereitstellte.

„Wir wollten nicht nur den Kontakt zwischen den Schulen intensivieren, sondern auch eine Verbindung zwischen den Gemeinden herstellen“, erklärt Aulke. Und das habe auch geklappt. Im Austausch mit der Kirchengemeinde in Wittmund und Superintendentin Eva Hadem konnte Reverend Mathungu Nijru erste Kontakte knüpfen. „Sie waren direkt auf einer Wellenlänge, und ein Besuch in Kenia ist im nächsten Jahr geplant“, berichtet Aulke von dem Austausch der Geistlichen.

Voller Terminplan

Insbesondere die Unterbringung der Gäste in den Gastfamilien sorgte für ein tieferes Verständnis der beiden Kulturen. Gerade das deutsche Essen und der typisch ostfriesische Tee sei bei den Gästen sehr gut angekommen. Doch der Terminplan der Besucher war besonders mit geschäftlichen Terminen gut gefüllt: Die KGS wurde besichtigt, Hospitationen wurden im Unterricht ermöglicht. Die Grundschule Mittegroßefehn und die Grundschule Rheinstraße/Wilhelmshaven wurden besucht und Kooperationen mit den Grundschulen in Chogoria abgesprochen. Die Wittmunder Kirchengemeinde hatte zum Gottesdienst am ersten Advent eingeladen. Zum Abschluss gab es dann noch einen Besuch bei Landrat Holger Heymann und Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen.

Schulleiter Dr. Reinhard Aulke ist froh, dass die Verbindung zu der afrikanischen Schule wieder intensiviert werden konnte. Ein Besuch der Wittmunder Schüler in Kenia ist im nächsten Jahr geplant.

Kim-Christin Hibbeler
Kim-Christin Hibbeler Redaktion Wittmund
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