Wittmund - Es soll vor allem eine Entlastung für die Eltern sein. Das machte Bürgermeister Rolf Claußen bei der jüngsten Sitzung des Wittmunder Stadtrats deutlich. Die Ratsmitglieder beschlossen einstimmig eine Erstattung der Kita-Gebühren bei krankheitsbedingten Einrichtungsschließungen. Ab dem sechsten Schließungstag soll es am Jahresende eine Erstattung geben.
Hohe Ausfallquoten
„Insbesondere während der vergangenen Monate waren in einigen der städtischen Kindertagesstätten überdurchschnittlich hohe krankheitsbedingte Ausfallquoten des Betreuungspersonals zu verzeichnen. Da dieses bereits im Sommer befürchtet wurde, hat sich die Stadt seinerzeit intensiv darum bemüht, weiteres Vertretungspersonal zu gewinnen“, heißt es in der Beschlussvorlage.
Zuletzt konnte eine neue Kraft für die Krippe „Maikäfer“ gewonnen werden, die besonders stark von Betreuungsausfällen betroffen war, teilt Meino Schrage, Fachdienstleiter Generationen, Sport und Kultur, auf Nachfrage mit.
Angesichts des Umstandes, dass einige Eltern möglicherweise ersatzweise eine private Betreuung ihrer Kinder zusätzlich finanziert haben oder sich ggf. zeitweise ohne Fortzahlung ihrer Bezüge durch ihre Arbeitgeber haben beurlauben lassen, wird eine Erstattung bzw. Aussetzung der Erhebung von Kita-Gebühren vorgenommen. Ähnlich habe man dies schon während der Corona-Pandemie gehandhabt.
Zuspruch der Fraktionen
Auch die Fraktionsvorsitzenden Wilhelm Ihnen (CDU) und Olaf Wagner (SPD) zeigten sich überzeugt von dem Vorschlag. „Das ist ein Entgegenkommen für die Eltern. Auch wenn wir hoffen, dass wir es nicht so häufig anwenden müssen und unsere Kitas immer offen sind“, kommentierte Wagner.
