Dunum/Moorweg/Stedesdorf - „Wie sollen wir das bezahlen?“, fragten viele Bürgerinnen und Bürger am Dienstag bei der Infoveranstaltung, nachdem die Kosten-Katze aus dem Sack war. Denn demnach wird ein Anschluss eines Hauses an die Kläranlage Esens mindestens 12 000 Euro kosten. Dabei handelt es sich nur um den Teil, den die Eigentümer tragen müssen.
Die Verantwortlichen des OOWV betonten, dass ihnen bewusst sei, dass dies nicht einfach ist. Deswegen hätten sie vier Lösungswege erarbeitet.
Abzahlung in Raten
Es soll die Möglichkeit zur Ratenzahlung geben. Diese Stundung von Beiträgen und Herstellungskosten sind über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren angesetzt. Der Vorteil im Gegensatz zu einem Bankkredit: Es gibt über diesen Zeitraum keine Verzinsung.
Grundbucheintrag
Hierbei können die Eigentümer die Kosten ins Grundbuch eintragen lassen. Der OOWV bekommt sein Geld dann bei einem Eigentümerwechsel oder einer Rechtsnachfolge.
Gemeinsame Nutzung
Laut OOWV sollte jedes Grundstück über ein eigenes Kleinpumpwerk verfügen. Es gibt jedoch Ausnahmen. So könnte ein Pumpwerk auch zwei Grundstücke versorgen. Die Eigentümer teilen sich dann zumindest einen Kostenpunkt in Höhe von 8000 Euro. Bei einem solchen Fall wird das gesamtschuldnerische Auftreten zusätzlich vertraglich festgehalten.
Teilung Grundstück
In ländlichen Gegenden kommt es nicht selten vor, dass die Grundstücke riesig sind, das bewohnte Objekt jedoch recht klein. Dennoch kann es passieren, dass ein variabler Teil der Rechnung nicht vom Haus, sondern dem Grundstück abhängt. Eine Kostenexplosion ist die Folge. Hier hat der OOWV vorgeschlagen, das Grundstück teilen zu lassen. Die Kosten tragen die Eigentümer und können mehrere Tausend Euro betragen. Je nach Größe des Grundstückes kann sich diese Variante dennoch lohnen.
Persönliche Beratung
Welche Variante auf welchen Einzelfall passt, kann laut OOWV so pauschal nicht bestimmt werden. Hierfür sind Einzelgespräche nötig, die ab Mitte August angeboten werden.
