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Millionen-Bauvorhaben liegt im Zeitplan Darum steigt die Bettenzahl in Wittmunder Klinik nicht

Der stellvertretende Geschäftsführer des Krankenhauses Wittmund, Stephan Rogosik, freut sich, dass der Anbau im Zeitplan liegt und im Frühjahr 2025 in Betrieb gehen kann.

Der stellvertretende Geschäftsführer des Krankenhauses Wittmund, Stephan Rogosik, freut sich, dass der Anbau im Zeitplan liegt und im Frühjahr 2025 in Betrieb gehen kann.

Detlef Kiesé

Wittmund - Das Krankenhaus in Wittmund wird auch in Zukunft eine wesentliche Rolle in der Region spielen. Davon sind Geschäftsführer Kai Schasse und sein Stellvertreter Stephan Rogosik überzeugt. Bei der angedachten Neustrukturierung der Klinik-Landschaft in Niedersachsen werde das 152-Betten-Haus durch das hohe Qualitätsniveau überzeugen und mit dem bewährten Leistungsspektrum Innere Medizin und Chirurgie punkten. Positiv sei zudem die geografische Lage des Standortes Wittmund.

Um die Qualität zu steigern, sei der aktuelle Bau eines zusätzlichen Trakts von großer Bedeutung. „Davon profitieren die Patienten ebenso wie unsere Belegschaft, der bessere Arbeitsbedingungen geboten werden“, ist sich Schasse sicher. Auf den beiden oberen Geschossen werden zwar 30 moderne Patientenzimmer mit 60 Betten geschaffen, aber die Planzahl von 152 Betten bleibt trotz fortwährender Vollbelegung gleich. „Bisher waren die räumlichen Verhältnisse ja sehr beengt, und durch neue Strukturen können wir interne Prozesse verbessern und Wege verkürzen“, erklärt der Krankenhaus-Chef. „Jede Abstellkammer ist derzeit belegt.“

Größere Zimmer

Patientenzimmer werden künftig großzügiger zugeschnitten. Und mit dem Schaffen zusätzlicher Einzelzimmer kommt die Klinik der Annahme nach, dass Infektionskrankheiten zukünftig häufiger die Isolation bestimmter Patienten erfordern. Andere Bereiche könnten neue Funktionen bekommen. Die Mitarbeiter, so Stephan Rogosik, werden in die Erarbeitung des künftigen Raumnutzungskonzepts einbezogen.

Die gemeinnützige Krankenhaus Wittmund GmbH, eine hundertprozentige Tochter des Landkreises Wittmund, hatte vor drei Jahren die Investitionssumme von 21,7 Millionen Euro für diesen zweiten Bauabschnitt benannt – davor war ein neuer Funktionstrakt für Notaufnahme und Operationssäle entstanden.

Ob die Bauherrin damit hinkommt, ist jedoch fraglich. Denn die Baupreise sind in der Zwischenzeit merklich angezogen. „Sicher ist, dass uns das Land Niedersachsen mit 15,8 Millionen Euro unterstützt“, merkt Kai Schasse an. Die Krankenhausverwaltung kümmere sich aber darum, weitere Förderungen für die Baukostensteigerung zu akquirieren.

Bau wird geschlossen

Die Baumaßnahme liegt unterdessen im Zeitplan, und die Dimension des dreigeschossigen Trakts an der Südseite des Bestandsgebäudes ist zu erkennen. Stephan Rogosik: „In den nächsten Wochen erhält das dritte Geschoss die Betondecke. Danach kann es auch im Innenbereich weitergehen; der technische Leiter Heiko Hildebrand fungiert als Bauleiter.

Man liege im Zeitplan, nach dem der Neubau mit 2000 Quadratmetern Nutzfläche im Frühjahr 2025 in Betrieb gehen soll, betont der stellvertretende Geschäftsführer. Dazu gehöre auch der neue großzügige Empfangsbereich mit Patientenmanagement, Cafeteria und einer Fläche, die multifunktional auch für Ausstellungen oder kleine Veranstaltungen genutzt werden kann. Bis dahin soll in der Bundesstraße 210 eine Abbiegespur liegen, über die 100 bis 120 neuen Besucherparkplätze und der Dohuser Weg erreichbar sind.

Abschluss in 2027

Mit einem Abschluss der gesamten Baumaßnahmen rechnet die Klinik-Geschäftsführung allerdings erst im Jahr 2027. Denn nach der Inbetriebnahme des neuen Trakts geht es an eine umfangreiche Sanierung der zuletzt vor drei Jahrzehnten renovierten Patientenzimmer. „Dabei sollen alle Fenster Dreifachverglasung erhalten und an der Südseite der Sonnenschutz verbessert werden“, kündigt Kai Schasse an.

Hier werde das im Neubau bereits umgesetzte, künftige Farbkonzept fortgesetzt. Eine energetische Verbesserung der Beton-Fassade werde ebenso angedacht. Ob Photovoltaik künftig die Fernwärme aus der Biogasanlage in Isums ergänzt, hänge wiederum von einer Förderung des Landes ab.

Detlef Kiesé
Detlef Kiesé Redaktion Wittmund
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