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Breitbandkoordinator klärt auf Wittmunds Bürger haben viele Fragen zum Glasfaserausbau

Durch Fördergelder bekommen Bürger des Landkreises Wittmund die Chance auf schnelles Internet. Vor allem im ländlichen Raum ist dies ein wichtiger Schritt, weiß der Breitbandkoordinator des Kreises, Mario Remmers.

Durch Fördergelder bekommen Bürger des Landkreises Wittmund die Chance auf schnelles Internet. Vor allem im ländlichen Raum ist dies ein wichtiger Schritt, weiß der Breitbandkoordinator des Kreises, Mario Remmers.

Julian Stratenschulte

Kreis Wittmund - Die zweite Ausbaustufe des Breitbandausbaus im Landkreis Wittmund ist gestartet. Mittlerweile haben die Immobilieneigentümer, die davon profitieren, eine Informationsmappe bekommen. Dennoch sind die Fragen zahlreich vorhanden, wie der Breitbandkoordinator des Landkreises Wittmund, Mario Remmers, aus eigener Erfahrung. „Letzte Woche habe ich viele Anrufe bekommen. Viele fragen sich, was sie mit einem Glasfaseranschluss sollen oder wollten sich einzelne Punkte des Projektes erklären lassen.“

Glasfaser hat Vorteile

Den Bürgerinnen und Bürgern die Vorteile eines Glasfaseranschlusses erklären – ganz unabhängig vom derzeitigen Ausbau-Projekt der Firma Epcan – fällt Remmers nicht schwer: „Zum einen führt ein Glasfaseranschluss ganz klar zu einer Wertsteigerung der Immobilie. Außerdem hat die Pandemie gezeigt, dass der Bedarf an Homeoffice zugenommen hat – dazu kam Homeschooling. Bei einer nicht stabilen Internetverbindung hatte man Nachteile.“ In einer immer digitaler werdenden Welt sei eine gute Internetanbindung zum Grundbedürfnis geworden.

Mittlerweile besteht sogar ein Recht auf schnelles Internet. Eine Mindestbandbreite wurde von der Bundesnetzagentur auf 10 Mbit pro Sekunde festgesetzt. Dass das nicht lange so bleiben wird, sei laut Remmer anzunehmen.

Anforderungen steigen

„Die Anforderungen steigen von Jahr zu Jahr“, sagt Remmers. Denn was heute eine absolute Untergrenze in Sachen Internetgeschwindigkeit ist, sah vor etwa 15 Jahren noch ganz anders aus. 2008 seien 5 Mbit/s als schnell angesehen worden. „Natürlich ist jede Prognose wie ein Blick in die Glaskugel, aber da sieht man, wie die Tendenz in der Vergangenheit war“, betont Remmers. Remmers wagt eine Vorausschau: „Auch bei Privathaushalten wird der Bedarf an schnellem Internet steigen, nicht nur in der Industrie und Wirtschaft.“

Im Endeffekt müsse aber jeder schauen, was er oder sie im Alltag braucht. Jetzt den kostenlosen Glasfaseranschluss ans Haus legen zu lassen, wäre jedoch im Hinblick auf die Zukunft sinnvoll – auch wenn man kein Produkt der Epcan-Gruppe wählen möchte.

Zwei Möglichkeiten

Dies sei nämlich möglich, betont Mario Remmers vom Landkreis. Denn konkret läuft der hiesige Ausbau so ab: Die Firma Epcan hat den Zuschlag bekommen, die Glasfaserkabel im Kreis Wittmund zu verlegen. Da es sich um ein vom Bund und Land gefördertes Projekt handelt, ist die Verlegung der Glasfaserkabel ans Haus kostenlos. Nun haben Eigentümer zwei Möglichkeiten. Wollen sie die Kabel nutzen, müssen sie sich ein Produkt von Epcan holen. Wenn sie mit ihrem bisherigen Anbieter und der Internetgeschwindigkeit zufrieden sind, passiert nichts. Den kostenlosen Anschluss empfiehlt aufgrund der zuvor genannten Vorteile Remmers dennoch. „Das ältere Kupfernetz bleibt im Gebäude. Es kommt nur eine Glasfaserleitung hinzu.“ Einfach, um die Option irgendwann zu haben.

Stadt gegen Land

Dass der Ausbau in der ländlichen Gegend notwendig ist, sieht Remmers zudem jedes Mal, wenn er mit Landwirten spricht: „Die berichten, dass sie ihre Daten digital übermitteln müssten.“ Da die Anbindung im Außenbereich aber bisher nicht weit fortgeschritten war, habe es nur eine Chance gegeben: In der Nacht aufstehen, und zu hoffen, dass die Datenautobahnen zu unchristlichen Zeiten nicht belegt sind.

Pia Miranda
Pia Miranda Redaktion Wittmund
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