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Bezahlbarer Wohnraum muss her Antrag soll Mietwohnungsbau auf Langeoog zu höchster Priorität machen

Klaus Kremer

Langeoog - Mietwohnungen auf Langeoog sind Mangelware. Deshalb hatte Ratsherr Uwe Garrel im Dezember beantragt, die Schaffung von Mietwohnungen zur Priorität zu machen. So landete das Thema kurzfristig auf der Tagesordnung des Bauausschusses am Montag.

Arbeitgeberunabhängig

Dem Antrag zufolge müssten solche Wohnungen mit einem durchschnittlichen Dienstleistungsgehalt finanzierbar und zudem arbeitgeberunabhängig sein. Bürgermeisterin Heike Horn sagte, dass aufgrund der Wohnsituation bereits etliche Bewerber abgesprungen seien. Vor allem Familien sei es nicht zuzumuten „zu zweit oder sogar zu dritt auf 24 Quadratmetern zu leben“. Geplant werde derzeit für das ehemalige Internatsgelände. Es ist bereits 2019 erschlossen worden. Außerdem stehen auch am Melkset zwei Baugrundstücke für Mietwohnungsbau zur Verfügung. Insgesamt sind so bis zu 44 Dauerwohneinheiten möglich. Der Ausschuss empfahl, die Verwaltung damit zu beauftragen, Angebote von Projektgesellschaften anzufragen.

Obdachlosenunterkunft

Weitere Themen im Ausschuss:

 Zu den Obdachlosenunterkünften gab es einen Sachstandsbericht. Von zwei Gebäuden wird eins abgerissen. Abriss und Neubau sind schon 2017 beschlossen worden. Das sei nur wegen zu hoher Kosten noch nicht umgesetzt worden. Als Zwischenlösung werde ein Container mit Wohnausstattung angedacht. Der Ausschuss nahm den Bericht zur Kenntnis.

 In ihrem Bericht sagte Bürgermeisterin Heike Horn, dass durch die jüngsten Sturmschäden keine Bedrohung für die Inseln ausgehe. Eine neue Strandaufspülung werde sicher kommen.

 Ratsfrau Bärbel Kraus empfahl, sich mit dem Solar- und Gründachkataster der Landkreise Friesland und Wittmund zu beschäftigen. Hier gebe es auch eine Energie- und Heizkostenberatung.

 Der Ausschussvorsitzende Rüdiger Schmidt erkündigte sich nach dem Stand der Bauarbeiten im Kur- und Wellnesscenter und Schwimmbad. Tourismusmanager Nils Jenssen sagte, die Abstimmung laufe noch. Heike Horn erklärte, dass eine der Baufirmen eine fast sechsstellige Entschädigungssumme fordere, weil lange nicht weitergebaut werden konnte. Denselben Betrag würde das Weiterbauen kosten. „Dies muss jetzt erst einmal geklärt werden“, sagte Horn.

 Rüdiger Schmidt nannte zudem die neue Vorgabe „schwierig“, dass Bauanträge künftig nur noch direkt beim Landkreis Wittmund einzureichen sind. Die vorgegeben Fristen zur Zustimmung der Gemeinde könnten mit dem Tagungsturnus der Sitzungen kollidieren. Der Leiter des Bauamtes, Martin Wirdemann, rechnet hingegen nicht mit Koordinationsproblemen.

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