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Energie-Spar-Paket auf Langeoog Haus der Insel wird über Winter geschlossen

Langeoog - Das Haus der Insel wird von Mitte November bis Mitte März als Teil von umfangreichen Energiesparmaßnahmen des Tourismus-Service geschlossen.

Das hat der Betriebsausschuss am Dienstagabend auf Vorschlag der Verwaltung beschlossen. Ausgenommen bleibt der Zeitraum um den Jahreswechsel.

Maßnahmen vorgestellt

Tourismusmanager Nils Jenssen hatte zuvor ein ganzes Paket an Maßnahmen vorgestellt, mit denen man bei einer Vervierfachung der Energiekosten etwa 500 000 Euro einsparen wolle. Dazu gehört die bereits vorgenommene Absenkung der Wassertemperatur im Erlebnisbad, eine Optimierung der Lüftung, eine Teilschließung von Saunen und eine Schließung des Wellenbeckens.

Zudem solle der ohnehin vorgesehene Umzug der Aquasportangebote aus dem Kur- und Wellness-Center (KWC) vorgezogen werden, um das Therapiebecken außer Betrieb nehmen zu können. Die Revision des Erlebnisbades werde wie geplant vom 9. Januar bis zum 13. Februar zur vorübergehenden Schließung führen.

Eine intensive Diskussion entwickelte sich um die vorgesehene Schließung des Hauses der Insel. Die Tourist-Info soll wieder ins Rathaus ziehen, die Lese-Lounge ins KWC. Das Museum könnte teilweise von außen zugänglich gemacht werden, Veranstaltungen seien nicht möglich. Um eine Schimmelbildung zu verhindern gehe man davon aus, dass im Haus ohne Publikumsverkehr eine Temperatur von 12° bis 15°C ausreichend sei.

Mehrere Ausschussmitglieder wiesen darauf hin, dass man das touristische Angebot im Haus der Insel nicht alternativlos herunterfahren könne. Es habe für die Insel nicht nur zum Jahreswechsel eine große Bedeutung. Da eine Grundwärme notwendig sei, könne man auch das Museum öffnen. Zudem würden in dieser Zeit Veranstaltungen, wie der Auftritt des Shantychors, benötigt. Jenssen schlug vor, Outdoor-Angebote zur Kompensation zu entwickeln. Die Einschränkungen seien kein Vergnügen für den Tourismus-Service Langeoog (TSL), ohne spürbare Maßnahmen gäbe es aber keine Einsparungen.

Die Aussage, dass die Suche nach Ersatzorten für Veranstalter nicht in der Verantwortung des TSL liege, sorgte für Widerspruch von Ines Mühlinghaus (Langeoogers), der Tourismus-Service sei die Mutter des touristischen Angebots auf Langeoog.

Polster reicht nicht

Der Ausschuss war zuvor von Ingenieur Daniel Reccius über den Stand der Arbeiten zum neuen KWC informiert worden. Die Arbeiten am Obergeschoss und am Dach machen Fortschritte, der aktuelle Auftragsbestand liege bei 2,16 Mio. Euro von geschätzt 2,65 Mio. Für die noch offenen Gewerke würde das vorhandene Polster aber wahrscheinlich nicht reichen. Bärbel Kraus (Bündnis 90/Die Grünen) wies darauf hin, dass der Landkreis bereits im Vorfeld eine Genehmigung der Ausweitung der Kredite für das Vorhaben ausgeschlossen hatte.

In der Sitzung wurde zudem über den Ankauf von Schleppern für die Häfen, die Grundüberholung der Maschinen und Getriebe von Langeoog III, die Beauftragung von Lotsen für den Hubschrauberlandplatz und eine Erhöhung der Gepäck-, Fracht und Personentarife der Schiffahrt gesprochen. Die Dieselkosten seien bereits 2022 um über 500 000 Euro gestiegen, hinzu kämen Mehrkosten durch die Inflation und die wahrscheinlichen Lohnerhöhungen.

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