Langeoog - Helgolands Bürgermeister Jörg Singer hat auf Einladung von Langeoogs Bürgermeisterin Heike Horn den Rat der Insel über den innovativen Weg informiert, den die Hochseeinsel beschritten hat, um die Wohnungsnot zu lindern.
Die 68 Wohnungseinheiten in Modulbauweise erfüllten die Anforderungen an Funktionalität und Wohnqualität, wurden aus klimafreundlichen Baustoffen hergestellt und bestachen durch eine für den Tourismus geeignete kurze Bauzeit und einen Festpreis unter 3 000 Euro pro Quadratmeter.
34 bis 85 Quadratmeter große Wohnungen
Die Einzelteile waren zuvor in Polen gefertigt und verpackt worden und wurden per Laster und Frachtschiff nach Helgoland transportiert. Die verwendeten Materialien waren ungewöhnlich: die Dächer aus Zink, eine Stahlkonstruktion und Holz. Bei Wohnungsgrößen von 34 bis 85 Quadratmeter konnten Mieten unter 9 Euro pro Quadratmeter erreicht werden. Von Beginn an wurde das Vorhaben von einem Projektsteuerer begleitet, bis hin zur Fertigungskontrolle in Polen. Jörg Singer schilderte den gesamten Prozess – von der Idee bis zur Umsetzung inklusive der Probleme.
Große Zustimmung auf Langeoog
Für Heike Horn „ein hochinteressantes Projekt“. Rat und Verwaltung würden nun prüfen, inwieweit ein ähnliches Vorhaben erfolgreich auf Langeoog umgesetzt werden könne. Auch für den Ratsvorsitzenden Gerrit Agena (Langeoogers) war es ein Vortrag, der große Zustimmung gefunden habe. Neben kurzer Bauzeit und sozialverträglichen Mieten sei bei der Gestaltung der Häuser auch großer Wert auf die Optik gelegt worden. Er freue sich, dass Jörg Singer dem Langeooger Rat all seine Unterstützung zugesagt habe.
Der Bauausschussvorsitzende Rüdiger Schmidt (Langeoogers) erläuterte, dass Helgoland für das Projekt eine Gebäude-Abteilung geschaffen habe, die sich um die Vermietung, Verwaltung und Pflege kümmere und fügte an: „Das möchten wir für die Gemeindeliegenschaften und zukünftigen Wohnungen ebenfalls schaffen.“ Rat und Verwaltung seien begeistert gewesen und prüfen nun, die Idee zu übertragen, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen.
Arbeitsgruppe bilden
Es sei ein spannendes Konzept, von dem Langeoog kreativ lernen könne, urteilte auch Uwe Garrels. Seine Idee dazu: eine projektbegleitende Arbeitsgruppe aus Rat und Verwaltung zum Thema Mietwohnungsbau, damit konstruktiv und zielorientiert an der Umsetzung der nächsten Projekte gearbeitet werden könne.
Bärbel Kraus (Grüne) beeindruckte besonders, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit ganz konsequent umgesetzt worden sei. Es seien klimafreundliche Niedrigenergiehäuser aus nachwachsenden Rohstoffen geschaffen worden, die zu einer Reduzierung des CO
