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Inselrat setzt sich für Nachhaltigkeit ein Langeoog will einen Klimaschutzmanager

Klaus Kremer

Langeoog - Der Inselrat der Gemeinde Langeoog hat einstimmig entschieden, ein Nachhaltigkeits- und Klimaschutzkonzept für Langeoog zu erarbeiten. Dafür soll über die nationale Klimaschutzinitiative eine Förderung für die Einstellung eines Klimaschutzmanagers in der Inselgemeinde beantragt werden. Die Bundesregierung bietet 7 Prozent der Kosten dafür als Unterstützung an, da sie die Kommunen in die Pflicht nimmt, die Klimaschutzziele zu erreichen.

Die Gruppe Bündnis 90/Grüne/Recktenwald hatte den Antrag gestellt und Bärbel Kraus verwies in ihrer Erläuterung noch einmal auf die Herausforderung, zum Beispiel beim Thema Energie, hin. Die Förderung betrage für die Stelle bis zu 350 000 Euro und zusätzlich 200 000 Euro für Folgeprojekte. Der Eigenanteil liege bei nur 30 000 Euro jährlich.

Steuererhöhungen

Einigkeit bestand darin, dass zunächst die Förderung beantragt werde und eine Stelle erst nach Bewilligung geschaffen werden dürfe, um diese Unterstützung nicht zu gefährden. Kämmerin Cornelia Baller verwies darauf, dass der Entschuldungsvertrag mit dem Land auch für die Inselgemeinde gelte. Daher müsse man die Frage beantworten, wo man an anderer Stelle das Geld einsparen oder ob man Steuern anheben wolle. Jan-Martin Janssen (Union für Langeoog) lobte das Vorhaben und betonte, dass man keine Sorgen vor Zuzahlungen oder Steuererhöhungen haben müsse.

Am Ende werde Langeoog sparen und so doppelt profitieren. Uwe Garrels fügte an, dass es im Kern nicht darum gehe, Geld zu sparen, sondern die übergeordneten Ziele des Klimaschutzes zu unterstützen. Das sei existenziell und alternativlos. Daher wäre es sogar unverzichtbar, wenn es Kosten verursache. Zuvor hatte der Rat auf Antrag von Bündnis 90/Grüne/Recktenwald entschieden, kommunale Neubauten im Rahmen der finanziellen und technischen Möglichkeiten mit regenerativen Energien auszustatten und dies auch bei der Sanierung bestehender Gebäude zu prüfen. Bebauungspläne sollen künftig bei Aufstellung oder Änderung eine Pflicht zur Erzeugung regenerativer Energien erhalten.

Kippen in der Landschaft

Bärbel Kraus erkundigte sich, warum bisher das vereinbarte Marketing für die Taschenascher zur Vermeidung von Kippen in der Landschaft nicht angelaufen sei. Das Thema „Vermeidung von Kippen in der Landschaft“ habe nicht zuletzt durch das Engagement der Jugendlichen im Jugendhaus am Meer (JAM) Fahrt aufgenommen und benötige weitere Unterstützung. Bürgermeisterin Heike Horn teilte mit, dass 2000 Dosen bestellt seien, die kostenlos an den DLRG-Türmen am Strand erhältlich sein sollen und nach Ende des Urlaubs hier auch zurückgegeben werden können. Man hoffe auf die verantwortungsvolle Mitwirkung der Gäste.

Nils Jenssen erklärte, es gebe aktuell in der Tourist-Info nur noch Restbestände. Die Kampagne laufe an, sobald die Neuen eingetroffen seien. Auf Nachfrage von Michael Recktenwald wurde mitgeteilt, dass die Beschilderung des Hundestrandes im Westen verbessert werde. Hier dürfen Hunde vom Übergang Kinderkur zur Zeit nur über den Plankenweg bis zum Hundestrand geführt werde. Eine im Raum stehende Einbahn-Regelung gebe es nicht.

Corona-Frust

Zur Anregung von Bündnis 90/Grüne/Recktenwald, Langeooger Kindern und Jugendlichen zur Bewältigung des Corona-Frusts Restkarten kurz vor Beginn von Veranstaltungen kostenlos zur Verfügung zu stellen, erklärte Heike Horn, dass es große Bereitschaft unter Anbietern gebe. Außerdem werde eine Lösung über Ferienpass-Gutscheine vorbereitet. Im Bericht der Bürgermeisterin ergänzte sie später zum Thema Kippen, dass im Rathaus auch Bußgelder, wie sie in anderen Kommunen bereits üblich seien, in Erwägung gezogen werden. Der Insellotse, der sich um die Belange von Insulanerinnen und Insulanern kümmern soll, sei beantragt.

Sie kündigte an, dass auf Langeoog die Frage der Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine zukommen könne. Außerdem appellierte sie, über eine mögliche Bewirtung der Ärztetagung im kommenden Jahr nachzudenken.

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