Langeoog - Die Insel Langeoog bekennt sich dazu, künftig einen nachhaltigeren Weg einzuschlagen. Das wurde am Dienstag im Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Landschafts-Ausschuss (Nula) der Inselgemeinde mit der Erneuerbare-Energien-Initiative der Bundesregierung auf den Weg gebracht. Zudem beendete die Nula-Vorsitzende Bärbel Kraus (Grüne) die Sitzung mit einer persönlichen Erklärung. Aber zurück zum Anfang: Die Sitzung begann damit, dass Bürgermeisterin Heike Horns Allgemeiner Vertreter, Ralf Heimes, den Platz neben Bärbel Kraus einnahm. Horn hatte sich entschuldigen lassen, sie habe die Fähre verpasst.
Konstruktive Sitzung und viel Einigkeit
In einer konstruktiven Debatte wurden für alle Tagesordnungspunkte mehrheitsfähige Beschlussvorschläge erarbeitet. Es bestand weitgehend Einigkeit, die Themen weiter zu verfolgen. Auch die Verwaltung hatte die Anträge begrüßt, aber in allen Fällen gleichlautend darauf hingewiesen, dass die personellen Ressourcen eine Bearbeitung derzeit infrage stellen, dass Haushaltsmittel im Investitionsbereich nicht zur Verfügung stehen und laufende Verwaltungsausgaben begrenzt seien.
Bärbel Kraus erläuterte zur Erneuerbare-Energien-Initiative, dass es nicht darum gehe, direkt konkrete Projekte auf den Weg zu bringen, sondern zunächst die von der Bundesregierung gewünschte gesetzliche Verankerung zu teilen. Es gehe darum, die Basis für die künftige Arbeit eines Klimaschutzmanagers, der von der Gemeinde inzwischen beantragt wurde, zu schaffen.
Energiekosten an vielen Stellen einsparen
Jan Martin Janssen (Union für Langeoog) sprach sich dafür aus, das Thema weiter zu verfolgen, um künftig Fördermittel nutzen zu können und Kommune und Steuerzahler zu entlasten. Ralf Heimes verwies darauf, dass man auf der Abwasserreinigungsanlage schon aktiv sei, um künftig autark zu werden. Michael Recktenwald (parteilos) betonte das große Potenzial durch die Senkung von Energiekosten auch an anderen Stellen. In diesem Antrag gehe es aber zunächst um eine symbolische Erklärung. Es gehe darum, so viel einzusparen wie möglich und künftig so klimaneutral wie möglich zu handeln. Daniela Peters (CDU) empfahl, den Beschluss zurück zu stellen und enthielt sich gemeinsam mit Till Peters (Union).
Ohne Gegenstimmen empfahl der Ausschuss dann die Erneuerbare-Energien-Initiative der Bundesregierung im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten auf den Weg zu bringen.
Persönliches Statement zur Dienstwohnung
In ihrer persönlichen Erklärung verwies Kraus kurz vor Ende der Sitzungs auf die schwierige Situation zu den Vorgängen im Verwaltungsausschuss zur Vergabe der Dienstwohnung. Immer wieder und zum Teil sehr kritisch werde sie angesprochen und könne sich wegen der Amtsverschwiegenheit nicht erklären. Hinzu kämen Mutmaßungen über den Whistleblower, der das Protokoll an die Presse gegeben hat. Sie sei es nicht gewesen, versicherte sie. Sie entschuldigte sich, dass sie in der Sitzung keine Unterbrechung beantragt habe, sie sei durch die Entwicklung irgendwie gelähmt gewesen. Sehr bedauerlich sei, dass sich Langeoog in dieser Zeit der großen Herausforderungen in einer dramatischen Vertrauenskrise befinde. Im Fokus müssten jetzt Konsequenzen stehen, die die Insel aus der Schockstarre befreien

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