Langeoog - Die nächsten Schritte auf dem Weg zu weiterem Dauermietwohnraum auf dem ehemaligen Internatsgelände hat der Rat der Inselgemeinde Langeoog am Mittwoch frei gemacht. Es wurden ungefähre Wohnungsgrößen festgelegt, die als Grundlage für eine Ausschreibung der Bauleistung dienen sollen, nach deren Ergebnis die Finanzierbarkeit geprüft werden kann. Zudem wurden weitere Flächen für den Bau von Wohnungen durch Unternehmer oder Unternehmensgruppen in Aussicht gestellt.
Zugeschaltet war auch Dr. Marie Ackermann von der Kanzlei Görg, die den Prozess begleitet. Sie informierte, dass die vorgegebenen Baufelder weiterhin offen seien. Man versuche, auf der Fläche an der Kirchstraße möglichst viele Wohnungen zu realisieren, die Grenzen gebe das Budget und der Bebauungsplan vor. Die Wohnungsgrößen dienen dazu, möglichst konkrete Angebote zu erhalten.
Uwe Garrels (Einzelmandat) konkretisierte, dass die vier in Betracht kommenden Baufelder Größen von 871 bis 1714 Quadratmeter aufweisen, auf denen etwa 2.500 Quadratmeter Wohnfläche für bis zu 45 – auch sozial geförderte – Wohnungen entstehen könne. Diese Fläche sollen zunächst komplett beplant werden, die Finanzierung werde nach den Angeboten geprüft. Der Rat stimmte dem Planungsziel einstimmig zu.
Anschließend entschied der Rat, weitere der noch verfügbaren Flächen auf dem Internatsgelände für den Bau von Wohnungen durch Einzelunternehmer oder ganze Gruppen zur Verfügung zu stellen. Zum jetzigen Zeitpunkt sollten aber keine konkreten Vorgaben aus den vorgestellten Optionen gemacht werden. So könnten Synergieeffekte beim Bau genutzt werden. Außerdem sollten die Mieten auf dem Niveau des Gemeindewohnungsbaus festgeschrieben werden.
Michael Recktenwald (Einzelmandat) vertrat den Standpunkt, dass begleitend unbedingt eine Milieuschutzsatzung notwendig sei, damit frei werdende Wohnungen nicht umgewandelt würden. Das Thema war vom Bauausschuss wegen Beratungsbedarfs und großer Bedenken zurückgestellt worden. Dr. Ackermann erläuterte, dass man so etwas über Bebauungspläne oder Erhaltungssatzungen (Milieuschutz) lösen könne.
Diskutiert wurde dann noch über die Anregung von Bürgermeisterin Heike Horn, einen Transportservice als freiwilligen sozialen Dienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität einzurichten. Rüdiger Schmidt (Bürgerliste Langeoogers) verwies auf die Möglichkeiten des Seniorenhus Bliev hier, das ein Golf-Cart für diese Zwecke vorhalte. Uwe Garrels teilte mit, dass das Fahrzeug in die Jahre gekommen sei, man müsse aber bei der Einrichtung solch eines Service aufpassen, dass man das Kraftfahrzeugverkehrsverbot nicht aushebele und man eine Abgrenzung zu gewerblichen Diensten vorsehe.
