Langeoog - „Alle Wetter – Seenotretter!“ Dass sie rausfahren, wenn andere reinkommen, ist Markenkern der Seenotretter. Am Sonntag bewiesen am Tag der Seenotretter die Retter des Rettungsdienstes Mittelhessen, die DLRG-Ortsgruppe Langeoog, die Freiwillige Feuerwehr Langeoog und die Langeooger Serviceclubs, dass sie absolut wetterfest sind. Zahlreiche Gäste sowie Langeoogerinnen und Langeooger kamen, um sich die Arbeit der Retter anzuschauen.
Start mit Gottesdienst
Das Programm hatten die Mannschaft um Vormann Sven Klette, die DLRG um Hans-Gerd Wagner und die Feuerwehr um Gemeindebrandmeister Olaf Sommer vorbereitet. Auftakt war ein ökumenischer Gottesdienst am Steg. Dabei wurde ein Kollekte für die DGzRS in Höhe von mehr als 850 Euro gesammelt.
Die Seenotretter demonstrierten ihre Einsätze: Ein Krankentransport ans Festland zum Beispiel. Etwa 60 Mal im Jahr kommt das vor. Der Marburger Rettungsdienst fährt die Patientinnen und Patienten an den Hafen, mit dem Rettungsboot „Secretarius“ werden sie ans Festland gebracht und dort vom Rettungswagen übernommen.
Außerdem gab es die große Schauübung. Dafür waren die Besatzungen mit dem Seenotrettungskreuzer „Eugen“ von Norderney und der „Wilma Sikorksi“ von Neuharlingersiel gekommen. Sie zeigten, wie wendig und schnell die Boote sind, wie eine Person aus dem Wasser gerettet und das Tochterboot des Kreuzers zu Wasser gelassen wird.
Große Schauübung
Das Ganze wurde während Hochwasser gezeigt – so könnten viele Manöver dicht an den Zuschauern gefahren werden. Moderiert hat Hans-Joachim Katenkamp von der DGzRS. Die aufwendigen Rettungseinsätze werden ausschließlich aus Spenden finanziert.
Zwei Mal musste auch Martin Willenberg „gerettet“ werden, nachdem er ins Wasser gefallen war: zuerst von der Mannschaft von Eisretter-Schlauchboot „Annelie“, später von Feuerwehr und DLRG mit Schlauchboot und Rettungsschwimmer.
