Langeoog - Die im März in Aussicht gestellt Strandaufspülung zur Sicherung der Dünen vor dem Pirolatal wird kommen. Das teilte der Leiter der Betriebsstelle Norden des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) Prof. Frank Thorenz am Rande der Frühjahrsdeichschau mit. Die Mittel seien zugesagt, aktuell würden letzte Vorbereitungen getroffen.
Für Langeoog begleiteten Bürgermeisterin Heike Horn, Tourismusmanager Nils Jenssen, die Ratsmitglieder Uwe Garrels und Jan Martin Janssen, Ranger Jochen Runar und der Leiter des NLWKN-Betriebshofes Langeoog Meik Julius die Inselbereisung. Die Gruppe besuchte auch die Helmpflanzungen, an denen Ministerpräsident Stephan Weil und Umweltminister Olaf Lies im März im Rahmen ihres Besuches kurz mitgewirkt hatten.
Im Mittelpunkt hatte am Mittwoch die Schau der Deiche gestanden, die weitgehend gut die Sturmflutzeit überstanden hätten. Etwas Sorge bereite der Bewuchs in einigen Abschnitten des Sommerdeiches. Thorenz appellierte aus gegebenem Anlass an alle Reiterinnen und Reiter, die Deichflächen zu meiden, damit sich hier eine feste Gransnarbe entwickeln könne.
Die Sandentwicklung sei im Westen sehr positiv, teilte Thorenz weiter mit. Die Anlandung der Plate schreite voran, der Priel ziehe sich nach Süden zurück. Zeitgleich hätte die Plate außen 30 bis 50 Meter Breite verloren. Auch im Norden gebe es Platenanschlüsse, vor dem Pirolatal sei die Sandbilanz aber weiter negativ. Daher werde das Sanddepot, das in den zurück liegenden Jahren die Dünen effektiv vor Sturmfluten geschützt habe, im Sommer wieder hergestellt.
