Langeoog - Das Mietwohnungsbauprojekt auf Langeoog geht voran. Am Donnerstag hat der Rat der Inselgemeinde den Zuschlag für einen Rahmenvertrag über Projektmanagementleistungen vergeben und zugleich als ersten Abruf den Auftrag über das Projektmanagement für das Wohnungsbauprojekt vergeben.
Experte erläutert
Um in der Sitzung über das Thema Projektmanagement-Leistung zu informieren, war Kersten Wagner-Kardinal von der beratenden Kanzlei Görg zugeschaltet – um Fragen von Ratsmitgliedern, aber auch Bürgern zu beantworten.
Zunächst erläuterte er auf Anfrage aus dem Publikum, dass die Bieter aus Gründen des Vergaberechts zwingend anonym bleiben müssten. Die anderen Bieter dürften keine Kenntnis haben, wer beteiligt ist.
Uwe Garrels (Einzelvorschlag) lobte, dass inzwischen neben dem Kriterium Preis auch eine Bewertung der Qualität durch die Kanzlei vorliege. Er fragte nach, ob auch der Erfolg der Projekte geprüft worden sei. Wagner-Kardinal teilte mit, dass die Referenzen auf Plausibilität und im Rahmen einer Internet-Recherche untersucht worden seien. So sei auf Platz 1 eine Firma, die auf Helgoland bereits Inselerfahrung gesammelt habe. Im weiteren Verlauf der Sitzung entschied man, aus Gründen des Vergaberechts besser von „einer Insel“ zu sprechen.
Auf Nachfrage von Jan Martin Janssen (Union für Langeoog), ob der Auftraggeber auf der Insel mit dem Ergebnis zufrieden gewesen sei, gab Wagner-Kardinal an, dass das allgemein der Fall gewesen sei, es habe aber einige Nachbesserungen durch ungeeignete Materialwahl gegeben. Auf die habe der Projektsteuerer aber keinen Einfluss gehabt, da er einen anderen abgelöst habe. Der Rat stimmte der Vergabeempfehlung der Kanzlei Görg zu und gab zwei weiteren Bietern ebenfalls den Zuschlag für den Rahmenvertrag.
Erneuerbare Energien
Ein weiteres Thema im Rat: die Ausgaben zum Ausbau der erneuerbaren Energien auf der Abwasserreinigungsanlage. Hier wurde die Verwaltung vom Rat beauftragt, die Kosten der Ingenieurleistungen zum Ausbau zu ermitteln und die Vergabe vorzubereiten.
Dabei geht es um drei Kleinwindkraftanlagen aus Vertikalläufer, eine Photovoltaikanlage und ein Speichersystem. Bärbel Kraus (Grüne) fragte nach, ob die Beauftragung negativen Einfluss auf den Antrag auf Förderung eines Klimaschutzmanagers haben könne. Heike Horn erläuterte, dass dies positiv für den Antrag sein werde, da die Insel bereits eigene Initiativen nachweisen könne. Uwe Garrels ergänzte, man dürfe keine Fördermöglichkeiten aus der Hand geben und Jan Martin Janssen regte an, auch größer zu denken und Energie auch für andere Bereiche zu erzeugen.
Der Leiter der Anlage, Marc Sjuts, erläuterte, dass man sich diesbezüglich bereits Gedanken gemacht habe. Bürgermeisterin Horn fügte an, das Thema Energie eine hohe Priorität in den Überlegungen der Verwaltung habe.
