Wittmund/Esens - Wussten Sie, dass in Sahne zum Kochen zugesetzter Zucker ist? Ich bis vor Kurzem nicht, aber da meine Kollegin Larissa Siebolds und ich langsam Expertinnen darin werden, Nährwerttabellen zu überprüfen, ist es mir noch aufgefallen, bevor die Sahne in meiner Soße gelandet ist. Seitdem wir mit unserem Zuckerfasten gestartet sind, gilt vor allem eines: Beim Kochen heißt es kreativ werden, wenn man auf Zucker und Süßungsmittel verzichten möchte. Beim Backen wird zum Beispiel mit Bananen gesüßt, beim Kochen dürfen es auch mal mit Wasser pürierte Datteln sein, wenn etwas Süße fehlt.
Kreativität gefragt
Nach einem kleinen Stimmungstief in der ersten Woche sieht es mittlerweile schon wieder besser aus. Die Motivation ist zurück und wir beide sind uns sicher: Das wird schon. Auch aus dem Kollegenkreis oder von der Familie gibt es ab und zu Feedback. Die meisten fragen allerdings: Kein Zucker? Wie geht das denn? Und ja, es ist nicht immer einfach. Der größte positive Effekt: Wir probieren viele neue Rezepte aus, werden kreativ und greifen auf Zutaten zurück, die wir sonst eher selten oder gar nicht verwenden. Doch das Ganze hat auch einen Nachteil: Es ist sehr zeitaufwendig. Wir beide arbeiten Vollzeit, gehen in unserer Freizeit zum Sport oder treffen Freunde und Familie. Dass man nun mehr Zeit fürs Kochen seiner Mahlzeiten und dem Vorbereiten von Essen fürs Büro aufbringt, merkt man deutlich.
Vorbereitungen sind wichtig
Einmal die Woche wird ein Brot gebacken, jeden Morgen Joghurt, Obst und Gemüse für die Arbeit vorbereitet und abends frisch gekocht. Sich dazu nach einem langen Tag in der Redaktion aufzuraffen, ist nicht immer einfach und vor allem fragt man sich: Lohnt sich das überhaupt? Das wollen wir in der nächsten Woche klären. Bei einer Medizinerin haben wir nachgefragt, was Zucker eigentlich in unserem Körper macht und was passiert, wenn man darauf verzichtet.
