Wittmund - Der Ostfriesische Kunstkreis (OKK) freut sich, erstmals den Schrieverkring, die Vereinigung plattdeutsch schreibender Autorinnen und Autoren in Ostfriesland, in der Peldemühle zu einer Lesung begrüßen zu dürfen. Das teilt der OKK in einer Pressemitteilung mit. Am Samstag, 4. November, ab 17 Uhr werden 16 Mitglieder des Krings (niederdeutsch für „Kreis“) lesen und dabei neue und ältere Texte aus ihren Schreibwerkstätten zu Gehör bringen.

„Für den Schrieverkring ist der Auftritt in der Peldemühle der Höhepunkt des alljährlichen Harvstwarkeldags, des Herbstarbeitstages, an dem die Autorinnen und Autoren intensiv an ihren Texten arbeiten und Textkritik und -diskussion betreiben“, heißt es weiter in der Mitteilung.

Unter der Ägide von Carl-Heinz Dirks (Emden) und Hans-Hermann Briese (Norden) arbeitet die Gruppe schon seit 1997 zusammen und veröffentlicht regelmäßig ihre Texte im Norder Diesel Verlag. „Eine perfekte Verbindung von Schreiben und Veröffentlichen, die Grundlage für die erfolgreiche Zusammenarbeit im ,Schreiberkreis’ ist“, heißt es vom OKK.

Die Statuten des eingetragenen Vereins sehen vor, dass er sich um „Schreiben, Verbreiten und Fördern des Plattdeutschen“ bemüht. Zweimal jährlich treffen sich die Mitglieder zum Vörjahrs- und Harvstwarkeldag. Im Schrieverkring arbeiten Autorinnen und Autoren aus den verschiedenen Sprach- und Mundartlandschaften zwischen Weser und Ems: „Se proten un snacken“, spielt der Esenser Autor Manfred Briese auf die unterschiedlichen Ausdrucksweisen der Regionen an.

Bein Warkeldag des Schrieverkrings in Wittmund sollen Texte besprochen werden, die es bisher bei der diesjährigen „Vertell doch mal“-Aktion des NDR nicht in die Anthologie geschafft haben. „Das können“, so Manfred Briese, „durchaus anspruchsvolle Texte sein, die aus der riesigen Gesamtmenge nicht ausgewählt worden sind.“ Es geht also um etwas. Davon können sich interessierte Literaturfreunde, die des Plattdeutschen mächtig sind, aber auch alle anderen, am Samstag bei der kostenlosen Lesung überzeugen.