Wittmund/Isums - Hochwertige Campingplätze, die liegen nicht nur seit Ausbruch der Corona-Pandemie im Trend. Das weiß auch Jürgen Frechen und so hat der Investor (Mitgeschäftsführer der Hoffmann Interior GmbH & Co. KG aus Rosendahl-Holtwick) auf den Ausbau des Geländes Campingplatz Isums gesetzt. Der erste Bauabschnitt ist derzeit in vollem Gange – im Frühjahr soll der Platz fertig sein und die ersten Camper und Wohnmobilisten können anrollen.
Es war ein langer Weg zum Camping- und Ferienpark Friesensee, wie das Areal künftig heißen wird. Bereits vor zwei Jahren hatte Frechen das 24 Hektar große Gelände, das seit mehr als 20 Jahren als Campingplatz genutzt worden ist, gekauft. Im Juli 2020 hielt er aber noch an den Planungen fest, künftig auch einen Angelpark anzubieten. Da machte ihm aber der Naturschutz einen Strich durch die Rechnung. Die Wasserfläche von fünf Hektar sollte kompensiert werden, wenn sie als Angelstelle genutzt werden sollte.
Stellplätze für jeden Geldbeutel
Frechen plante um, und jetzt wird das Gelände, wie er sagt, ein Premium-Campingplatz. „Aber wir haben Stellplätze für jeden Geldbeutel, es kommt immer darauf an, was man haben möchte“, so der Investor, der für die Gesamtplanung sieben Millionen Euro in die Hand nimmt.
Entstehen werden neben den 200 bis 250 Stellflächen für Wohnwagen und Wohnmobile auch sechs fest an der Uferkante verbaute Mobilheime mit einer Nutzfläche von 60 Quadratmetern. Die werden bei der Firma in Rosendahl-Holtwick eigens hergestellt. Eines steht schon an seinem Platz.
Belebung der Innenstadt
„Wir legen große Hoffnung in das Projekt, es wird uns auch eine Belebung der Innenstadt und vor allem des optimal angelegten Freizeitgeländes in Isums bringen“, unterstrich Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen, der sich am Freitag von dem Baufortschritt ein Bild vor Ort machte.
Campingurlaub bedeutet heutzutage nicht mehr zwangsläufig Gemeinschaftsduschen und sich die Toilette mit mehreren Familien teilen zu müssen. Dass es auch anders geht, zeigen die Investoren Lisa und Jürgen Frechen aus Rosendahl-Holtwick. Sie haben das Gelände in Isums erworben und sind derzeit dabei, das Areal zu einem Camping- und Freizeitpark umzubauen.
Stellfläche mit eigenem Sanitärbereich
Im ersten Bauabschnitt, der im Frühjahr 2023 fertig sein soll, werden 250 Stellflächen und sechs festverbaute Mobilheime entstehen. „Es kommt darauf an, was der Camper haben möchte“, erklärte Christian Janssen. Im vorderen Bereich entstehen derzeit 24 Flächen für Wohnmobile oder Wohnwagen, zu denen jeweils ein eigenes Badezimmer gehört. „Wir haben Sanitärgebäude gebaut, die jeweils über eine Dusche, eine Toilette und ein Waschbecken verfügen. Jedes verfügt zudem über einen Wasser- und einen Stromanschluss“, so Frederik Kuipers. Damit die aber aufgestellt werden konnten, waren enorm viele Bodenarbeiten notwendig. „Das meiste Geld ist wohl im Boden verbaut und da sieht man nicht einmal etwas davon“, sagt Investor Jürgen Frechen mit einem Augenzwinkern.
Vorausschauende Planung für Erweiterung
Aber die Planungen sind vorausschauend und so wurden bereits die entsprechenden Leitungen für eine etwaige Erweiterung des Platze gelegt. „Erst einmal wollen wir aber sehen, wie das angenommen wird und vor allem, wie der Platz frequentiert wird“, erklärt Lisa Frechen. Denn der Camping- und Ferienpark Isums wird ganzjährige geöffnet haben. Natürlich gibt es auch Stellplätze, die günstiger sind. Bei denen können die Urlauber eines der Sanitärgebäude nutzen. Das bestehende wird grundlegend modernisiert. Zudem befindet sich ein weiteres im Neubau. Auch der Eingangsbereich mit Rezeption wird energetisch saniert – der Investor legt Wert auf Photovoltaik. An der Anmeldung entsteht ein kleines Geschäft, in dem der Camper seinen täglichen Bedarf decken kann. Derzeit haben 16 Dauercamper ihre festen Parzellen bezogen. Sie werden, wenn sie es wollen, auch bleiben.
