Hude/Friedeburg - Das Unternehmen Nordset in Hude stellt seit 2001 komplette Einmal-Operations-Sets für Augenärzte her. Inhaberin ist Kirsten Scholz, ihr Ehemann Rainer Scholz nimmt die technische Leitung wahr; Marc Demuth fungiert als Assistent der Geschäftsleitung. Am Hauptstandort in Hude werden aktuell 65 Mitarbeiter beschäftigt.
Angefangen hatte die gebürtige Karlsruherin Scholz, eine gelernte Übersetzerin für Englisch, vor nahezu 30 Jahren mit einer „normalen“ Vertriebs-GmbH. Das Produkt „OP-Abdecksysteme“ hat sie sich von einer Firma aus Süddeutschland „dazugekauft“. Das Nischenprodukt erwies sich für Kirsten Scholz, die mit drei Mitarbeitern gestartet war, als Volltreffer: Schnell platzte der Firmensitz für die eigene Produktion von OP-Sets an der Langenberger Straße aus allen Nähten. Im Gewerbegebiet „Zur Burg“ fand die Firma 2012 einen neuen Standort.
In aktuell noch zwei Reinräumen von zusammen fast 400 Quadratmetern Fläche werden monatlich 50 000 bis 70 000 komplette Sets hergestellt, die den Ärzten nach individuellen Ansprüchen zusammengestellt werden. Dies ermöglicht den Chirurgen eine kurze Wechselzeit zwischen den Patienten. Durch die fortschreitende Häufigkeit von Grauem Star nimmt die Zahl erforderlicher Augen-OPs zu.
Von Hude aus werden die OP-Sets mit Abdecktüchern, Ablaufbeuteln, Kitteln, Kompressen, Kanülen, Tupfern, Pinzetten, Lidsperren und Skalpellen an Kliniken und Praxen in ganz Deutschland und ins europäische Ausland geliefert. Der Exportanteil liegt bei rund 70 Prozent; auch Krankenhäuser in Südafrika zählen zu den Abnehmern.
